Licence: Public Domain Mark
Credit: Physiologie des Genusses : 1888. Source: Wellcome Collection.
Provider: This material has been provided by the Augustus C. Long Health Sciences Library at Columbia University and Columbia University Libraries/Information Services, through the Medical Heritage Library. The original may be consulted at the the Augustus C. Long Health Sciences Library at Columbia University and Columbia University.
19/500 page 15
![J15^ iinb Dcrbreitet fic^ fetten über bie an ber 2;|ötigfeit 6et!^ei(igte ÄörperfteHe l^inauö. (Sine anbere 2(rt oon ßuftempftnbungen erzeugt ha^ ©rüden ober Äneten eineS raeic^en Äörperg, ber ol^ne bie .^paut ju 6e= fcf)mul3en fic^ bem 2)rucfe fügt unb babei ieb^mat feine T^orm änbert. ^n hm meiften fällen toir!en l^ier j[ebocf) (Smpfinbungen, iüe(cf)e hm @efirf)töfinn betreffen, foiüie ba§ 23ebürfni^ bie un§ umgcbcnben ©egenftänbe in ber gorm ju oeränbern, mit. 2)er= gleichen (Smpfinbnngen luerben erzeugt, raenn man 23rob!rume, 35>ac^§, J^on unb ä^nlic^e lüeic^e ÄiJrper mit ben ^-ingern rollt ober fnetet, roenn man S^ifc^Ierfitt ^roifc^en hm ^ai)nm |in= unb ^erpre^t u. f. ro. ^n allen biefen fällen roirb ber Xaftfinn oft fo gereift, ha^ er in einen oorüberge^enben franfl^aften ^uftanb oerfätit, S^anh unb ^öi)nt mürben mit kneten unb SDrücfen gar nict)t me^r aufpren, menn nic§t bie 35ernunft ober bie (Srmü= bung ber 5)^us!eln biefem friöoten ©piele ein @nbe machte, ©iefe ©mpfinbungen bleiben faft immer nur auf baö birefte be= tl^eitigte ©inneegebiet befc^räntt. •Jtnbere (ämpfinbungen roerben erzeugt, roenn man roatjeu; förmige Äörper üon ffeinem ©urcbmeffer, roie 25Ieiftifte, fleine metallene Sijlinber u. f. ro. burc^ bie i])dnbe gleiten Iö§t. T)k Ij-mpfinbung ift nur frfiroac^ unb lofal. (Sbenfo Derfc^afft ein higelrunber Körper, roenn man i^n unter ber .»panbfläc^e freifen läft, eine Suftempfinbung. ©iefelbe ift ebenfalls lofal, fann aber einen geroiffen @rab oon ©tärfe erreichen. ©ine anbere Cuelle angenel^mer ©efül^lSempfinbungen bietet 'ha^ S^^awh^abm elaftifcf)er Ä'örper, bie, einem leichten 2)rucfe nac^gebenb, ben brücfenben 3:|eil immer roieber aufforbern, bie ^^reffion 5U erneuern. Siefe Suftempfinbungen finb nur fc^roac^ unb immer lofal, cariiren aber fel^r je na^ ber gorm beä ^ör- perg. ©ummi, 5lautfc§uf, bünne ©tapftäbc^en u. f. ro. fönnen berartige Suftempfinbungen geroä^rcn; ferner ein mit Suft ge= füUter Seberball, roenn er jroifd^en ben ^pänbcn gebrücft roirb. ©ine anbere 2trt oon Suftempfinbungen roirb un§ geroä^^rt, roenn roir einen Körper oon geroiffem @eroicl)te in bie Suft roer- fen unb i|n mit ber ^)anbfläcl)e empfangen, um il^n roieber in](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b21213720_0019.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)


