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Credit: Physiologie des Genusses : 1888. Source: Wellcome Collection.
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![tann in'§ Xl^cntcr ober auf bie 3^9^ %Q^cn jum alleinigen ,3iüccfe beo (^^cnuffcö; bod) fönncu bicfc 'OJiittef fd)on einen an= beru o^ücd: l^abcn unb bcn ilkmcn „ii3clu[tigunöeu oerbienen. ^Jlan tann triufcn iinb cffcn auö bcm ciufad)en ©runbe, fid^ einen @enu^ ju ncrfc^affcn; aber rocnn man ein ®la§ guten il>ein trinft ober ©efrorcneö ju fidj nimmt, ober roenn man fid) einem ©cnuffe ^ingiebt, mit raetdiem bie Dktur getäufc^t unb l^intergangen mirb, „fpieit man nid)t. Obraolil bie uon ben ^)]^cnfc^en erfunbenen (Spiele ^a!f)freic^ unb unterciiianbcr oerfc^ieben finb, l^aben jie boc^ alle einige (Elemente in fid) gemein. S)aö erfte unb üietletd)t bas allen Spielen unumgänglid) not^menige Clement i[t bie Otegung bee Selbftgefül)lä in allen normen, 6ö mu§ immer @iner ba fein, ber geiüinnt unb (Siner, ber oerliert. Unb raenn fid) auc^ haQ mit einem ^alte fpielenbe ^inb altein unterhält, ^at e§ boc^ ben (^enuB, bafs e6 il^m gelingt etma§ ju tl^un, ha§ eine geroiffe Sd)iüierigfeit barbietet. 33ei Spielen, in roeld)en ber Sieg nur bem .^wf^'^^ l^^ üerbanfen ift, 'i)at man bod) immer ben dl\if)m beS @lücfeS, unb mir finb, — forool^l in fleinen Singen alö in großen, — eitel genug, unfer ©efalten öaxan ju l^aben. ©a§ jioeite, jur (Srjeugung be§ ©enuffes faft ebenfo unent= bel^rlic^e (Slement loie ha^ erfte, ift bie leichte Slrbeit, roeld^e unö erl^ott ober jerftreut, unb meiere unä in jebem '^alit mdi)t bie unerträglid)e Saft einer ooUftänbigen 'D^u|e füllen lä^t. ^d) l^abe biefen ©enuB bereits im Kapitel über ben 2:aba! analt)firt. Sie einfad)fte ^^ormel, loeldje alle Spiele barftetlt, ift auS jioei Elementen gebilbet, nämlic^ au§ einem geringen 21>o]^tge= falten be§ Selbftgefü^lS unb au§ bem ©enuffe, dwa§ o!^ne liyiül^e ju tl^un. 50^an füge nun nod) bie ©enüffe ber 'Jleugicrbe unb be§ ©eioinneä l^inju, unb man l^at hm dlaf)mm, auf raelc^em fid) bie raunberlid)ften unb ücrroicfeltften (Kombinationen rceben. 3)ie S^eugierbe mifd)t ]\d) al§ (Srjeugungäelement be§ @e= nuffeä in faft alle Spiele, bod) ift fie nic^t fo notl^menbig raie man glaubt. Wlan tann mit Vergnügen fpielen, auc^ inenn man beö Siegeö gemiß ift, unb in mand)en ^-ällen aud), raenn man loei^, ha^ man oerliert. 2A}er ha glaubt mid) l^ier im](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b21213720_0461.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)


