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Credit: Gehirn und Auge / von Ludwig Mauthner. Source: Wellcome Collection.
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![kommen. Eine scharfe Abgrenzung des Defectes wird hierbei fehlen, der rixations])unkt kanti erhalten, oder in den Defect einbezogen sein. Am Ch iasma könnte monoculare Hemianopie nur durch Druck in einem der seitlichen Winkel, falls dort das ungekreuzte Bündel verläuft (s. Fig. 28), hervorgerufen werden. Es könnte hierbei (durch Compression von Fasern eines ungekreuzten Bündels) stets nur zu medialer monocularer Hemianopie kommen, denn da die Fasciculi cruciati sich im Chiasma ganz durchflechten, so kann ein Druck an dieser Stelle nur gekreuzte Fasern beider Optici treffen und muss so laterale Gesichtsfelddefecte in beiden Augen erzeugen. Endlich kann auch eine umschriebene Druckursache an einem T r a c t u s Fasern des gekreuzten oder ungekreuzten Bündels, falls diese nicht durchflochten, sondern in gesonderten Strängen verlaufen, allein treffen und so Veranlassung von lateraler oder medialer monocularer Hemianopie werden; aber diese monoculare Hemianopie kann, wie begreiflich niemals die Mittel- linie des Gesichtsfeldes überschreiten, also nie den Fixationspunkt ganz einbeziehen. Eine monoculare laterale Hemianopie mit Ver- lust des centralen Sehens hann daher nur durch Druck auf die mediale Seite des Nervus opticus in seinem Verlaufe zwischen Chiasma und Foramen opticum begründet werden. Eine solche Diagnose zu stellen, wäre ich einmal berechtigt gewesen. Man wird begreiflicher Weise die Diagnose auf monoculare Hemianopie überhaupt nur dann stellen können, wenn der Augen- spiegelbefund negativ ist und das Vorangehen von, wenn auch leichten Hirnerscheinungen, die Auffassung unterstützt. Der Fall war fol- gender^): Ein 53jähriger Brunnenmacher war am 7. März 1872 mit Einlegung von Brunnenröhren in die Erde beschäftigt. Als er nach schwerer Arbeit, bei welcher er den Kopf andauernd nach abwärts zu halten genöthigt gewesen war, sich erhob, erfasste ihn Schwindel, es sauste und brauste in den Ohren, schwarz wurde es ihm vor den Augen und er fiel bewusstlos in einen Graben, aus dem er jedoch wie er angibt, nach kurzer Zeit und unverletzt herausstieg. Gleich nach diesem Anfalle bemerkte Patient, dass er am linken Auge nichts sah; zunächst aber störte ihn der Umstand, dass sein Gesiclits- 1) Als „vorübergehende einseitige Erblindung beschrieben in Oest. Zeitschr, für pract. Heilkunde, No. 26, 1872.](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b21903104_0074.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)
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