Compendium der Physiologie des Menschen / von Dr. Adolf Fick ... Nebst einer Darstellung der Entwicklungsgeschichte von Dr. Philipp Stöhr.
- Adolf Fick
- Date:
- 1882
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Credit: Compendium der Physiologie des Menschen / von Dr. Adolf Fick ... Nebst einer Darstellung der Entwicklungsgeschichte von Dr. Philipp Stöhr. Source: Wellcome Collection.
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![4:00 Leibesform. Kopfkrümmimgen uocli lauge erhalten. Während dieses Stellungswechsels des Körpers bilden sich Kopf und Hals weiter aus. Am Halse entstehen jederseitsvierSpalten, dieVisceralspalteu (Kiemenspalten,Fig.59,1,2), durch welche mau in die Schluudhöhle gelangen kann. Die zwischen den Spalten liegenden Streifen der Halswaud sind die Viscer alb ögeu(Kiemen- bögen, Fig. 59,1, II, III), welche gleichfalls in der Vierzahl vorhanden sind. Der vorderste Visceralbogen theilt sich in einen kürzeren Oberkiefer- fortsatzfoykj und einen längerenUnterkieferfortsatzfwfc;und bildet die seitliche und untere Begrenzung einer Vertiefung, der Mundbucht (mb), welche anfangs noch vom Kopfdarm durch eine Membran, die R a c h e n h a u t, getrennt ist. Von oben her wird die Mund- ^'^- 5''- bucht durch den Stirufortsatz (sf) be- grenzt, welcher eine Verlängerung des vor- deren Schädelendes ist und zwei seitliche Anhänge, die äusseren Nasenfortsätze (an), trägt. Am Rumpfe ist der Körper an- fänglich (beim Menschen bis zur dritten Woche) ventral offen (vergl. auch Fig. 58) und stellen Darm sowohl wie der eigent- Kopf eines circa fünf wooiien alten ^^^he Lclb eluc ofleüc Halbriuue dar; als- menschlichen Embryo mit zyvei Vis- ]y^\(j^ ^bcr SChllcSSt slch dlc RlunC aUCh aU ceralspalten; au Ange. i -r-. i • i i j i i der Bauchseite, und zwar zunächst durch eine dünne Haut, die nur aus Ektoderm und Hautplatte l)esteht (untere Vereinigungshaut). Später aber wachsen in diese Haut Abkömmlinge der Urwirbel, die sogenannten Bauchplatten, und bilden, indem sie sich ventral vereinen, die eigentliche Bauchwand. Während dieser Vor- gänge sind die Extremitäten sichtbar geworden; sie entstehen als leisten- förmige Verdickungen der Hautplatten und wachsen bald zu kurzen platten Stummeln aus. Die ersten Skelettheile entwickeln sich im Umkreis der Chorda dorsalis, welche, aus dem Mesoderm hervorgegangen (siehe S. 393), einen unter dem MeduUarrohr hinziehenden, bis zur künftigen Hypophysis cerebri reichenden cylindrischen Stab von knorpelartigem Gewebe dar- stellt. Die an die Chorda grenzenden Theile der Urwirbel verschmelzen zu einer zusammenhängenden Masse, umwachsen Chorda und MeduUar- rohr und stellen so eine ungegliederte häutige Wirbelsäule dar. In dieser bilden sich zu Anfang des zweiten Fötalmonates die Chorda umfassende, discrete Knorpelringe, die knorpeligen Wirbelkörper, während aus den nicht zu Knorpeln sich umbildenden Theilen der häutigen Wirbelsäule die Ligamenta intervertebralia und die übrigen Wirbel- bäuder werden. Von den Wirbelkörpern aus wachsen knorpelige Halb-](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b21222733_0416.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)
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