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Credit: Ueber primitive Sehorgane / von Dr. Theodor Beer. Source: Wellcome Collection.
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No text description is available for this image![bis zu Vertebraten aufFühren, die mit der »Haut« sehen sollten und Nagel sagte geradezu (1892): »Lichtsinn endlich kann wohl mit dem Geruchsinne in . einem Organe sich ver- einigen « Gebt man den Veranlassungen zu solchen Annahmen aut den Grund30), so ergeben sich ihrer vorwiegend drei: 1. Das Dogma, dass »bei den niedersten Thierformen die ganze Körperoberfläche allen Sinnesreizen Einwirkung auf die Empfindungsnerven gestattet« (Ranke); oder wie Nagel (1896) sagt: »Wir sehen, dass gewisse einzellige Wesen ein überraschend feines Wahrnehmungsvermögen für Helligkeits- wurden (»La luce e per essi uno stimolo molesto«) : »Se questa illazione rispetto ai lombrichi sembrerä vera, noi ci lunsighiarao, che al lettore non parra neppure al totto fuor di ragione il suppore, che anche il proteo possa sfugire la luce flno a che siasi ad essa abituato, non tanto per l'effeto che la luce medesima opera sopra i suoi o c c h i quanto per lo stimolo, che essa produce sopra la sua c u t e.« 39) Die Meinung von der besonderen Verwandtschaft des Tastens und Sehens — »Sehen ist Tasten aus der Ferne, vermittelt durch das Licht« — geht wohl bis auf griechische Philosophen zurück, die das Sehen durch eine Art Eindringen abgelöster Bildchen ins Auge oder durch Herausdringen eines Sehstoffes zu den Körpern erklären wollten. Noch Treviranus (1822) berichtet ernsthaft von einer Blinden, welche »nicht nur die Haupt- farben, sondern auch Varietäten einer und derselben Farbe« mit den Fingern unterschied, ja er sagt: »dass jede, dem Lichte zugängliche Nervenaus- breitung empfänglich für die von sichtbaren Dingen zurückgeworfenen Strahlen sein und von diesen auf eine eigentümliche Art gerührt werden könnte. Die zusammengesetzten Augen der Insecten sind im Wesentlichen nichts Anderes als ähnliche, nur mit einer durchsichtigen Oberhaut bedeckte Nervenpapille n, wie man sie an den Finger- spitzen und auf der Zunge des Menschen findet.« Für meine Person finde ich die Seh- von der Tastempfindung eben- so total verschieden wie von irgend einer anderen Empfindung. Das »Hautsehen« wird sogar für den Menschen noch immer behauptet. So erzählt Weit (The Dawn of Reason. New York 1899 [Senses in the lower animals]) von einem jungen Mann, der »totally blind since birth, can diferentiate between daylight and darkness«. Er meint, dass hier, wie bei blinden Thieren (z. B. Höhlenbewohnern) »continuous darkness has modifmd sensibility (sense of touche) to such an extent, that it has parlially taken on the function of the useless organs — the eyes; these creatures see with their 8kins.« Bei den Receptionsorganen niederer Thiere scheint manchmal die ontogenetische Umwandlung von Tango- in Photoreceptoren direct beob- achtbar zu sein — man darf aber nicht etwa glauben, dass damit das dynamische Problem der Photoreception (durch den „allmäligen Uebergang) aufgeklärt wird; functionell bleibt der Sprung-. Wliitmn 7i (Mehrere Arbeiten von 1884—1893) leitet die Ocellen der flimdineen von segmentalen, epidcrmaleu Sinnesknospen ab, die er für Tastorgane hält; beide entwickeln sich beim Embryo aus localen Ver- dickungen der Epidermis und ihre charakteristischen Elemente unterscheiden sich erst, wenn die Ocellen das Pigment erhalten. Nach A p a t h y könnten die Ocellen Aequivalente von mehreren modificirten »Tastkegelchen« sein; nach H e 8 s e handelt es sich vielleicht eher um Chemo receptoren; deren Zellen sowohl als die der Ocellen würden aus ursprünglichen Epidermiszellen hervorgehen.](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b21455028_0035.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)