Anatomisch-physiologische Untersuchungen über die Retina des Menschen und der Wirbelthiere / von Heinrich Müller.
- Müller, Heinrich, 1820-1864.
- Date:
- 1856
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Credit: Anatomisch-physiologische Untersuchungen über die Retina des Menschen und der Wirbelthiere / von Heinrich Müller. Source: Wellcome Collection.
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No text description is available for this image![als die Faser selbst, und namentlich ihre Enden bilden nicht selten Anschwellungen, welche die beschriebenen einfach kegelförmigen Enden der Fasern in kleinerem Maassstab wiederholen. Solche Fasern mit ] getheillen inneren Enden kommen vorzugsweise im Hintergrund des Auges gegen den gelben Fleck hin vor und sie werden dort allmälich so fein, dass sie schwer wahrnehmbar sind. Im gelben Fleck endlich sind diese inneren Enden der Radialfasern nicht zu finden, wie ich a. a. 0. angegeben habe, und Remak (Allgem. Med. Centr.-Ztg. 1854), so wie Kölliker bestätigen. Im Gegensatz dazu steht, dass die Masse dieser innern Partie der radialen Faserung gegenüber den an- deren Bestandtheilen der betreffenden Schichten immer mächtiger wird, je mehr man sich dem vordem Ende der Retina nähert. Die Nerven- Fasern und Zellen haben streckenweise ganz den stark entwickelten Radialfasern Platz gemacht und sogar die granulöse Schicht hat durch die Masse der letzteren ihre zart moleculäre Beschaffenheit zum Theil verloren. Hier ist denn auch der oben erwähnte Zusammenhang der Fasern mit der Limitans am deutlichsten zu erkennen, und zwar so, dass auch an mehrfach zerrissenen und gezerrten Stücken beide fest an einander haften und unmittelbar in einander Uberzugehen scheinen. Dabei gelingt es häufig schwer, die einzelnen Fasern zu isoliren, in- dem sie unter sich zu unregelmässigen Bündeln und Platten vereinigt sind. Dieser innige und feste Zusammenhalt ist um so auffallender, wenn man berücksichtigt, wie leicht anderwärts die einzelnen Fasern sich vollkommen glatt mit ihrer Basis von der Limitans ablösen, und der Augenschein ist so sehr dagegen, an letzteren Stellen einen andern Zusammenhalt als ein unmittelbares Aneinanderliegen der fraglichen Theile anzunehmen, dass man wohl ein etwas verschiedenes Verhalten der inneren Enden der Radialfasern je nach der Localität slatuiren muss. Es ist selbstverständlich, dass die Höhe des innern Theils der Radialfasern, bis zu der Anschwellung im Bereich der innern Körnerschicht, bedeutend wechselt nach der Entfernung der letztern von der Limitans, und diese Entfernung ihrerseits wird wieder beson- ders durch die verschiedene Dicke der xNervcnschicht influenzirt. Es sind also in der Umgebung des Sehnerveneintritls die Radialfasern viel länger als gegen die Peripherie, indessen sind sie unmittelbar an.jenem überhaupt nicht in grosser Menge vorhanden. Ausserdem ist die An- ordnung der Radialfasern durch die der Nervenfasern insofern be- dingt, als jene vorzugsweise die Lücken einnehmen, welche die plexus- artig sich verbindenden Bündel des Sehnerven zwischen sich lassen. Im Hintergrund, wo stärkere Nervenbündel von sehr verlängerten, spaltförmi- gen bücken durchbrochen sind, bilden die Radialfasern Längsreihen in der Richtung des Ncrvenverlaufs. Dadurch präsenliren sie sich auf Längs- und Querschnitten verschieden. Macht man senkrechte Schnitte quer](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b22285088_0076.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)