Der Augenspiegel : seine Anwendung und Modificationen : nebst Beiträgen zur Diagnostik innerer Augenkrankheiten / nach dem Holländischen des Dr. Van Trigt mit Zusätzen bearbeitet von C.H. Schauenburg.
- Trigt
- Date:
- 1854
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Credit: Der Augenspiegel : seine Anwendung und Modificationen : nebst Beiträgen zur Diagnostik innerer Augenkrankheiten / nach dem Holländischen des Dr. Van Trigt mit Zusätzen bearbeitet von C.H. Schauenburg. Source: Wellcome Collection.
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![Helmholtz bewerkstelligt dies auf eine sehr einfache Weise. Er sieht (Taf. 1., Fig. 1.) mit dem Auge C in das Auge 1) durch dasselbe Glasplättchen 1i) welches in derselben Richtung, in welcher das Auge C sieht, das von A kommende Licht in das Auge D rcllectirt. Die Richtung der von der Netzhaut zurück- kehrenden Strahlen ist nun aber der Art, dass die von einem Punkte ausgegangenen auf unserer Netzhaut nicht wieder in einem Punkte vereinigt werden können, weshalb wir von der erleuchteten Netzhaut kein Bild erhalten. Erinnern wir uns namentlich, dass bei vollkommener Accommodalion des Auges die zurückkehrenden Lichtstrahlen derselben Richtung in- und ausserhalb des Auges folgen, wie die einfalleuden, so folgt hieraus, dass durch diese Strahlen für den Abstand, für welchen das Auge accommodirt ist, ein Bild der Netz- haut entstehen muss, d. h., die Strahlen, die aus dem Auge zurükkommen, müssen convergiren. Nun kann sich unser Auge nur für divergirende, höchstens für parallele Strahlen accommodiren. Es ist deshalb erforderlich, dass die convergirenden Strahlen, die von dem beobachteten Auge ausgehen, einigermassen divergirend gemacht werden, bevor sie unser Auge treffen. Helmholtz bewirkt dies durch Pupille fast schwarz erscheint, sobald man das ganze Auge mit Ausnahme der Pupille mit einem undurchsichtigen Körper bedeckt. Die geringe Röthe, die noch bleibt, muss unregelmässiger Licht- brechung etc. und wechselseitigem Reflexe der einzelnen Theile aufeinander, die bei diesen Augen sehr stark ist, zugeschrieben werden. [Coccius hat also irriger Weise in dieser rothen Farbe einen Grund gegen die Theorie von Helmholtz zu finden geglaubt. Vgl. ], c., S. 42.] Dass auch bei Menschen durch die Sclerotica Licht in das Auge fallt, beweisen die Lichtempfindung bei Atresia pupillae und bei reifer Cataracta, Volkmann’s Versuche (vgl. Sehen, in fia^ner’s Handwörterbuch. S. 287) wie auch Brücke's Untersuchungen Uber sub- jective Farben (Wien, 18S1. S. 2 aus Bd. III. der Denkschriften der Kaiserl. Academie.) — In neuester Zeit will Czermak (Prager Mertel- jahresschrift. 1853. Bd. II. S. 137) die Pellucidität der Augenhäute selbst dazu gebrauchen, um die Netzhaut zu beleuchten, doch er- reicht diese Methode ihr Ziel nur sehr unvollständig.](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b2234679x_0020.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)