Die Trichinenkrankheit im Spiegel der Hettstädter Epidemie betrachtet / von B. Rupprecht.
- Rupprecht, Bernhard, 1815-
- Date:
- 1864
Licence: Public Domain Mark
Credit: Die Trichinenkrankheit im Spiegel der Hettstädter Epidemie betrachtet / von B. Rupprecht. Source: Wellcome Collection.
Provider: This material has been provided by The Royal College of Surgeons of England. The original may be consulted at The Royal College of Surgeons of England.
42/174 page 38
No text description is available for this image
No text description is available for this image
No text description is available for this image![emu'elag’ert sind. Das (interstitielle Bindegewelje stellt eine mascliio-e Intercellnlarsubstanz, mit vielfacb anasto- mosirenden, zelligen Pllementen dar. Die Zellen selb.st liegen in jmrallelen Reihen neben einander und zeigen auf Querschnitten eine netzartige Verästeluno-. I3ie.se O Zellenfasern und Zellennetze bilden, nach Vircliow’s Ihit- deckung, ein zusannnenhängendes, röbriges Rerieselungs- system, das von der Parenchvmflüssigkeit der Organe durchdrungen wird und in seinen Canälchen eine inter- mediäre, der Ernährung dienende, von der Blut- und Ijymphcirculation unabhängige Saftströmung unterliält. Es bietet diese Einrichtung den Organtheilen neben Hülle, Stütze, Brücke und Lager, vde aus einem Reser- voir, zugleich ein immer gleichmässiges Ernährungsma- terial, von dem die Grewebselemente, je nach dem Grade ihres Bedürfnisses (Anziehung), zulangen, ohne von gele- gentlichen Abdämmungen oder Ueberfluthungen der Ca- pillargefässe Störungen gewärtigen zu müssen. Sowohl das Bindegewebe, als die Primitivfaser, in welche eine junge Trichine eindringt, wird zunächst me- chanisch, durch die Eortbewegung des Thieres, in seiner moleciüaren Anordnung zerstört und betrifft dieser ti-au- matische Insult namentlich die zarte Masse der Eibrillen, Körnchen und Scheiben. Aber das Ver.s]jeisen von Fleischstoff, dem sich alsbald die Trichine überlässt, denn sie wächst ja in den näcli.sten drei Wochen ihres Aufenthaltes in der Muskelfaser zur vollen Grösse aus. also um das 30—40fache und wozu anders, als um Nahrungsstoff durch die Mundöffnung aus ihrer Umge- bung aufzunehnien, ist sie mit Speiseröhre, Magen und Darm ausgerü.stet, 's'ielleicht auch das Absetzen ihrer Excremente, \rfrkt über jene rein traumatische, die CVm- traction err(?g’ende, also tunctionelle Einwirkung hinaus.](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b22343039_0044.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)