Der Jerusalemische Talmud : in seinen haggadischen Bestandtheilen / zum ersten Male in's Deutsche übertragen von A. Wünsche.
- Date:
- 1880
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Credit: Der Jerusalemische Talmud : in seinen haggadischen Bestandtheilen / zum ersten Male in's Deutsche übertragen von A. Wünsche. Source: Wellcome Collection.
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No text description is available for this image![» Neid gegen den Nächsten hervorkorame und des Nächsten Neid nicht gegen uns! Möge deine Lehre unsere Häuser alle Tage unseres Lebens füllen und mögen unsere Worte Eingang vor dir finden ! [Fol. 29b.] Kahbi Chija bar Abba fügte noch hinzu: Mögen unsere Herzen deinen Namen verehren; halte uns fern von Allem, was du hassest und nähere uns Allem, was du liebest! Erweise uns Gerechtigkeit um deines Namens willen! [Fol. 29b.] Bei Rabbi Janai wurde gesagt: Wer vom Schlafe erwacht, soll sprechen: Gelobt sei der Ewige, der die Todten belebt! Mein Herr, ich habe gegen dich gesündigt, möge es dir gefallen, mir ein gutes Herz, ein gutes Theil, einen guten Trieb, eine gute Hoffnung, einen guten Namen, ein gutes (wohlwollendes) Auge, ein gutes (frohes) Gemüth, eine demüthige Seele und ein zermalmtes Gemüth zu geben! Möge dein Name nicht durch uns entweiht werden! Lass uns nicht in das Ge- sprach des Mundes der Leute kommen; möge unser Ende nicht zu unserer Ausrottung führen und unsere Hoffnung nicht Ver- nichtung sein! Lass uns nicht der Gaben der Menschen bedürfen, denn die Gaben sind gering und die Schande ist gross ? Gieb uns unser Theil an deiner Lehre mit Denen, die deinen Willen thun! Erbaue dein Haus, deinen Tempel, deine Stadt und dein Heiligthum bald in unseren Tagen ! [Fol. 29b.] Rabbi Chija bar Wa pflegte noch zu beten: Mögest du. Ewiger, unser Gott und Gott unserer Väter unsere Herzen zu vollkommner Busse vor dir stimmen, damit wir in der künftigen Welt nicht von unseren Vätern beschämt werden! [Fol. 29 b.] Rabbi Tanchum, Sohn eines Schullehrers (eig. Scholasticus) pflegte noch zu beten: Mögest du. Ewiger, mein Gott und Gott meiner Väter, das Joch des bösen Triebes (der Leidenschaft) aus unseren Herzen brechen, denn du hast uns er- schaffen, deinen Willen zu thun, und wir sind ihn zu thun ver- pflichtet! Du willst es, und wir wollen es. Was hält uns da- von ab? Der Sauerteig. Es ist offenbar und bekannt vor dir, dass wir nicht die Kraft besitzen, ihm zu widerstehen. Mögest du. Ewiger, mein Gott und Gott meiner Väter, ihn von uns ab- 2](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b30095827_0029.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)