Der Jerusalemische Talmud : in seinen haggadischen Bestandtheilen / zum ersten Male in's Deutsche übertragen von A. Wünsche.
- Date:
- 1880
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Credit: Der Jerusalemische Talmud : in seinen haggadischen Bestandtheilen / zum ersten Male in's Deutsche übertragen von A. Wünsche. Source: Wellcome Collection.
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No text description is available for this image![Platz zwischen dem König und der Königin. Warum, fragte ihn der König, hast du deinen Spott mit mir getrieben? Das ist nicht der Fall, entgegnete Simeon ben Schetach unter Hin- weis auf Koh. 7, 12 a, auch ich habe meinen Theil dazu bei- getragen, du mit deinem Gelde und ich mit meiner Gelehrsam- keit. Warum bist du aber geflohen? fragte der König. Weil ich gehört hatte, gab Simeon zur Antwort, dass mein Herr auf mich zornig war, so wollte ich bestätigen, was Jes. 26, 20 ge- schrieben steht. Da sprach der König: So möge sich bei ihm bestä- tigen, was Koh. 7, 12 b gesagt ist. Warum nahmst du aber deinen Platz zwischen dem König und der Königin? Auf Grund von Sirach 11, 1 und Prov. 4, 8. Eeichet ihm den Becher, dass er den Segen spreche. Er nahm ihn und sprach: Wir wollen danken für die Speise, die Janai und seine Genossen verzehrt haben! Beharrst du noch immer in deinem Trotze? Wie soll ich denn sprechen ? Ich kann doch nicht für die Nahrung danken, die ich nicht genossen habe. Setzet ihm sofort etwas zu essen vor! Sie setzten ihm vor und er ass und sprach nun: Wir wollen danken für die Nahrung, die wir genossen haben! vn, 3. [Fol. 49a.] Womit pries Esra (s. Nechem 8, 6) den Ewigen, den grossen Gott? Mit dem ganzen Gottesnamen. Rabbi Simon fragte im Namen des Rabbi Josua ben Levi: Warum heissen die Männer der grossen Synagoge gross? Weil sie die Grösse Gottes aus alter Zeit wieder in das Gebet aufgenommen haben. Nach Rabbi Pinchas hat Mose folgende Formel eingeführt*): der grosse, starke und furchtbare Gott (s. Deut. 19, 17)**)? Jeremja (s. 32, 18) nennt ihn nur den grossen und starken, aber nicht den furchtbaren. Warum hat er ihn den starken genannt? Weil er die Zerstörung seines Hauses sah und still schwieg. Warum hat er ihn nicht den furchtbaren genannt ? Weil die Furchtbarkeit sich nur im Heiligthum kuud gab (s. *) Vergl. Midrasch Tehillim zu Ps. 9. **) Vergl. das Gebet ’Atnida.](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b30095827_0038.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)