Der Jerusalemische Talmud : in seinen haggadischen Bestandtheilen / zum ersten Male in's Deutsche übertragen von A. Wünsche.
- Date:
- 1880
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Credit: Der Jerusalemische Talmud : in seinen haggadischen Bestandtheilen / zum ersten Male in's Deutsche übertragen von A. Wünsche. Source: Wellcome Collection.
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No text description is available for this image![[Fol. 3 a.] Babbi Acha im Namen des Rabbi Abba bar Cahana sagte: Aus Prov. 5, 6 erhellt, Gott habe den Lohn, welchen er denen, die seine Gebote halten, geben will, ver- borgen, damit sie dieselben (auch ohne seine Kenntniss) ge- wissenhaft beobachten. Rabbi Acha im Namen des Rabbi Jizchak erklärte Prov. 4, 23 dahin: Vor allem, wo das Gesetz sagt: Hüte, bewahre dich! behüte dein Herz, denn aus ihm sind die Ausgänge des Lebens und du weisst nicht, aus welchen von ihnen dir das Leben geht. Rabbi Abba bar Cahana sagt: Die Schrift hat das allerleich- teste Gebot, die Mutter aus einem Vogelneste fliegen zu lassen, dem allerschwersten, Vater und Mutter zu ehren, gleichgestellt, denn bei beiden steht: Auf dass du lange lebest. [Fol. 3a.J Rabbi Simeon ben Jochai sagt: Wie die beiden Gebote, die Eltern Verehrung und das Vogelnest, einander gleich sind in Bezug auf Belohnung, so sind sie auch einander gleich in Bezug auf Bestrafung und beweist es aus Prov. 30, 17. [Fol. 3 a.] Rabbi Jonathan und Rabbi Janai sassen bei- sammen, da kam Einer und küsste dem Rabbi Jonathan die Füsse. Rabbi Janai fragte: Was hast du ihm Gutes gethan, dass er dir also vergilt? Jener antwortete: Er kam einst zu mir und klagte über seinen Sohn, derselbe solle ihm den Unter- halt geben. Da sprach ich zu ihm: Geh und rufe es öffentlich in der Schule wider ihn aus, dass er beschämt werde. Rabbi Janai sagte: Warum hast du ihn nicht dazu gezwungen ? Jener versetzte mit Verwunderung: Kann man denn ihn dazu zwingen? Da sprach dieser: Weisst du denn nicht, was gelehrt ist? Rabbi Jonathan besann sich und erliess eine Verordnung in seinem Namen. [Fol. 3 b.] Von den Liebesbeweisen gilt, was Prov. 21, 21 gesagt ist: Wer Gerechtigkeit und Liebe nachjagt, der findet Leben in jener Welt und Gerechtigkeit und Ehre in dieser Welt. [Fol. 3 b.] Rabbi Samuel bar Rab Jizchak nahm ein Myrthenbüschel und tanzte vor der Braut her. Rabbi Sera sah](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b30095827_0063.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)