Der Jerusalemische Talmud : in seinen haggadischen Bestandtheilen / zum ersten Male in's Deutsche übertragen von A. Wünsche.
- Date:
- 1880
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Credit: Der Jerusalemische Talmud : in seinen haggadischen Bestandtheilen / zum ersten Male in's Deutsche übertragen von A. Wünsche. Source: Wellcome Collection.
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No text description is available for this image![da erschienen die Leute vor ihm und sprachen: Die Quelle bietet uns nicht mehr so viel Wasser wie früher. Vielleicht, gab er ihnen zur Antwort, entrichtet ihr nicht die vorgeschriebenen Abgaben ? Sie befolgten diesen Wink und gewannen nun wieder dieselbe Wasserfülle wie früher. [Fol. 3 b.] Derselbe Rabbi ging einst nach dem Versamm- lungshause und kam an den gewaltigen Strom Guinai. Strom, Strom, rief er ihm zu, was hältst du mich von meinem Vor- haben ab? Der Strom theilte sich und Rabbi schritt hindurch. Können auch wir durchgehen? fragten ihn seine Schüler. Nur derjenige vermag es, war seine Antwort, welcher das Bewusst- sein hat, nie einen Israeliten beleidigt zu haben. [Fol, 3 b.] Als Rabbi die Schemita aufheben wollte, kam Rabbi Pinchas ben Jair zu ihm und fragte ihn: Wo sind die Früchte davon ? Ja, antwortete Pinchas, um ihn auf ein anderes Thema zu bringen, die Endivien sind schön. Rabbi wiederholte seine Frage und Rabbi Pinchas antwortete dasselbe. Er wusste nämlich, Rabbi Pinchas würde nicht mit ihm einverstanden sein. Möchte wohl Pinchas, fuhr er darauf fort, an diesem Tage etwas Gutes (eig. Gemästetes) bei mir essen? Gewiss! gab er zur Antwort. Als Rabbi Pinchas von der Bodenkammer hinabging, sah er Maulesel. Dürfen denn Juden, fragte er, solche gefähr- liehe Thiere in ihren Häusern halten? Nunmehr besuche ich Rabbi nicht mehr und er entfernte sich. Man meldete es Rabbi und dieser sandte zu Rabbi Pinchas Personen mit dem Aufträge, ihn zu besänftigen. Sie trafen ihn in seinem Orte, er sprach aber: Meine Mitbürger nähern sich mir (und es ist nothwendig, dass ich bei ihnen bin). Sie kamen und umringten ihn, dass Niemand von aussen her zu ihm gelangen konnte. Aber, sagten die Abgesandten Rabbi’s, wir sind gekommen, um uns bei ihm zu entschuldigen. Bei diesen Worten verliessen die Einwohner ihn und gingen nach Hause. Rabbi Pinchas sprach zu ihnen: Meine Kinder werden sogleich kommen (ich kann euch jetzt nicht empfangen), und alsbald kamen Feuersäulen vom Himmel her- nieder und umgaben ihn. Man erzählte es Rabbi und dieser sagte: Weil wir nicht so glücklich sind, seine Gegenwart in](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b30095827_0076.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)