Der Jerusalemische Talmud : in seinen haggadischen Bestandtheilen / zum ersten Male in's Deutsche übertragen von A. Wünsche.
- Date:
- 1880
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Credit: Der Jerusalemische Talmud : in seinen haggadischen Bestandtheilen / zum ersten Male in's Deutsche übertragen von A. Wünsche. Source: Wellcome Collection.
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No text description is available for this image![dieser Welt zu geniessen, so wollen wir hoffen, dass wir uns in der künftigen Welt an ihm sättigen werden. [Fol. 3 b.] Eabbi Chaggi erzählte im Namen des Kabbi Samuel bar Nachman: Ein Frommer grub Cisternen, Gruben und Höhlen für die Wanderer, damit sie Wasser haben sollten. Einstmals wurde seine Tochter, welche sich verheirathen wollte, vom Strome verschlungen. Alle Leute beeilten sich, den Vater zu trösten, er nahm aber keinen Trost an. Auch Eabbi Pinchas ben Jair ging zu ihm, um ihn zu trösten, allein er lehnte auch seinen Trost ab. Da sprach er: Ist wohl der Mann einer von euren Frommen? Das kann wohl nicht der Fall sein, denn wie sollte er, welcher seinen Schöpfer durch Wasser zu ehren sucht, vom Wasser bestraft werden? Sofort verbreitete sich in der Stadt das Gerücht, seine Tochter sei glücklich angekommen. Manche sagen, dieselbe wäre beim Fallen an einem Brette oder Pfahl hängen geblieben, manche wieder sagen, ein Engel sei in der Gestalt des Eabbi Pinchas ben Jair zu ihrer Eettung herab- gekommen. Abschnitt in, 2. [Fol. 10 b.] Eabbi Simeon bar Cahana begleitete (stützte) den Eabbi Elieser und sie kamen an einen Weinberg. Gieb mir einen Span von dem Zaune! sprach er zu seinem Begleiter, da- mit ich mir meine Zähne reinige. Er besann sich aber und sprach: Gieb mir nichts, denn wenn Jeder das thun wollte, so würde bald vom Zaune nicht viel mehr übrig bleiben. [Fol. 10 b.] Eabbi Chaggi begleitete einmal den Eabbi Sera, da trug ein Lastträger eine Last Holz vorüber. Gieb mir einen Span davon! sprach er zu seinem Begleiter, damit ich mir meine Zähne reinige. Er besann sich aber und sprach: Gieb mir nichts, denn wenn Jeder das thun wollte, so würden wir den Mann um seine Ladung bringen. Nicht etwa, dass Eabbi Sera überspannt fromm gewesen wäre, er wollte nur kein böses Bei- spiel geben. 5](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b30095827_0077.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)