Der Jerusalemische Talmud : in seinen haggadischen Bestandtheilen / zum ersten Male in's Deutsche übertragen von A. Wünsche.
- Date:
- 1880
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Credit: Der Jerusalemische Talmud : in seinen haggadischen Bestandtheilen / zum ersten Male in's Deutsche übertragen von A. Wünsche. Source: Wellcome Collection.
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No text description is available for this image![Tractat* Kilaim*). (Von den unerlaubten Vermischungen.) Abschnitt I, 7. [Pol. 3a.] Warum wurde die Erde verflucht**)? Weil sie, sagte Kabbi Judan bar Schalum, die Vorschriften Gottes über- trat; denn es heisst Gen. 1, 11: Die Erde bringe hervor grünes Kraut u. s. w., sie that aber nicht so, sondern brachte diese Pro- ducte nur unvollständig hervor. Kabbi Pinchas sagte: Die Erde verhielt sich nicht genau nach der göttlichen Vorschrift, sondern brachte auch nicht fruchttragende Bäume hervor. Kabbi Judan bar Schalum stimmte Kabbi Pincbas bei, dass die Erde deshalb verflucht worden sei, sowie die Leute zu sagen pflegen: Verflucht seien die Brüste, die diesen gesäugt haben. Drei sind vor Ge- rieht gezogen und vier sind verflucht worden: Adam, Eva, die Schlange und die Erde. Abschnitt Vni, 3. [Fol. 29 a.j Von dem Weissen des (Samens des) Mannes kommt das Gehirn, die Knochen und die Sehnen, von dem Kothen des Weibes kommt die Haut, das Fleisch und das Blut. Der Geist, die Seele und der Lebensodem aber kommen von Gott. So wirken bei der Menschenbildung diese drei (Faktoren) zusammen. *) Dieser 9 Abschnitte umfassende Tractat handelt von den gesetz- lieh verbotenen Vermischungen im Bereich der Thiere, Pflanzen (s. Lev. 19, 19) und Kleidung. **) Vergl. Midi־. Beresch. r. Par. 5.](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b30095827_0078.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)