Der Jerusalemische Talmud : in seinen haggadischen Bestandtheilen / zum ersten Male in's Deutsche übertragen von A. Wünsche.
- Date:
- 1880
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Credit: Der Jerusalemische Talmud : in seinen haggadischen Bestandtheilen / zum ersten Male in's Deutsche übertragen von A. Wünsche. Source: Wellcome Collection.
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No text description is available for this image![Abschnitt IX, 3. [Fol. 31b.] Es heisst Ps. 88, 6: Unter den Todten frei d. h. mit dem Tode ist der Mensch von der Erfüllung der religiösen Pflichten frei. Rabbi ordnete vor seinem Hinscheiden von der Welt drei Dinge an: 1) Stosst meine Wittwe nicht aus meinem Hause; 2) betrauert mich nicht in den Städten, und 3) wer sich hei meinem Leben mit mir beschäftigt hat, der he- schäftige sich mit mir auch bei meinem Tode. Was die erste Verordnung aülangt, so ist dieselbe eigentlich überflüssig, weil eine Mischna ausdrücklich bestimmt: Eine Frau, welche spricht, ich mag nicht ausziehen aus dem Hause meines Mannes, darf nicht daraus entfernt werden, damit es nicht heisse, wie Rabbi Derusa bemerkt, das Haus des Nasi ist der Nasiwürde unterworfen. Rabbi Eleasar dagegen weist auf das, was gelehrt worden ist, hin, nämlich die Wittwe bewohnt das Haus, bedient sich der silbernen und goldenen Geräthschaften und wird unterhalten wie zu der Zeit, wo ihr Mann sich in einer Seestadt befand. Die zweite Verordnung traf Rabbi wegen der Streitigkeiten (weil in Städten der Andrang zu gross ist). — Betreffs der dritten Ver- Ordnung bemerkte Rabbi Chananja von Sepphoris: Wie Jose der Ephratäer und Joseph der Bademeister, welche Rabbi schon bei Lebzeiten bedient hatten, weshalb sie sich auch mit der Bestattung seiner Leiche befassten. — Rabbi Chiskia fügt noch folgende Verordnung Rabbi’s hinzu: Gebt mir nicht viel Sterbe- gewänder mit und mein Sarg sei durchlöchert nach der Erde. Daher geht auch die Sage, Rabbi sei nur in einem Leichentuche begraben worden. Rabbi pflegte nämlich zu sagen: Nicht wie der Mensch dahin geht, kommt er wieder zurück. Die Rabbinen dagegen sagen: Wie der Mensch dahin geht, kommt er wieder zu- rück. Im Namen des Rabbi Nathan wurde gelehrt: Die Gewänder, welche mit dem Menschen in’s Grab hinabsteigen, kommen auch mit ihm wieder zurück s. Hi. 38, 14. Antoninus fragte Rabbi nach dem Sinne dieses Verses und erhielt von ihm diese Antwort: Derjenige, welcher das Geschlecht wieder bringt, versieht es auch mit Gewändern. Rabbi Jochanan verordnete (bei seinem Hin-](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b30095827_0079.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)