Der Jerusalemische Talmud : in seinen haggadischen Bestandtheilen / zum ersten Male in's Deutsche übertragen von A. Wünsche.
- Date:
- 1880
Licence: Public Domain Mark
Credit: Der Jerusalemische Talmud : in seinen haggadischen Bestandtheilen / zum ersten Male in's Deutsche übertragen von A. Wünsche. Source: Wellcome Collection.
81/314 page 69
No text description is available for this image
No text description is available for this image
No text description is available for this image![nahm, stieg er auf’s Dach, stürzte sich hinab und starb, und die Himmelsstimme rief nun: Auch der Walker wird selig werden! [Fol. 31b.] Rabbi wohnte 17 Jahre in Sepphoris und er wandte auf sich an: Jakob lebte 17 Jahre in Aegypten s. Gen. 47, 28. Während 13 Jahren litt er an Zahnschmerzen, aber während dieser Zeit starb nach Rabbi Jose bar Rabbi Bun in Palästina keine Wöchnerin und es kam auch keine unzeitige Geburt vor. Warum litt Rabbi an Zahnschmerzen? Er sah einmal ein Kalb zur Schlachtbank vorbeiführen, welches brüllte, gleichsam als wollte es zu ihm sagen: Rette mich! Allein er stiess die Worte aus: Du bist dazu erschaffen. Als er von sei- nem Zahnschmerze befreit war, sah er, wie die Leute ein ganzes Nest Mäuse tödteten, da sprach er zu ihnen: Lasset sie am Leben s. Ps. 145, 9. [Fol. 31 b.] Rabbi war sehr bescheiden und sagte: Waa ein Mensch von mir verlangt, das thue ich, ausgenommen was die Alten von Bathera meinem Vorfahr (Hillel) gethan haben. Sie verzichteten auf die Präsidentschaft zu seinen Gunsten und setzten ihn dafür zum Nasi ein an ihrer Stelle. Wenn Rab Huna, das Haupt des ExiPs,' hierher käme, so würde ich ihn über mich setzen, denn er stammt von Jehuda und ich von Benjamin, er in männlicher Linie, ich in weiblicher Linie. Einst- mals kam Rabbi Chija der Grosse zu ihm und sprach zu ihm: Rab Huna ist draussen. Da wurde er bleich vor Zorn. Sein Sarg geht vorüber, sprach Rabbi Chija, um ihn zu beruhigen. Geh und sieh, wer dich draussen ruft, sagte nach einer Weile Rabbi zu Rabbi Chija dem Grossen. Dieser ging hinaus und fand Niemand, da erkannte er, dass Rabbi über ihn zürnte und er besuchte ihn 30 Tage lang nicht. Während dieser Zeit, sagte Rabbi Jose bar Bun, lernte Rab die umfassendsten Grund- Sätze des Gesetzes von ihm. Nach Verlauf von 13 Jahren und 30 Tagen kam Elia in Gestalt Rabbi Ghija’s des Grossen zu ihm und fragte ihn: Was macht mein Herr? Ein Zahn thut mir weh, war Rabbi’s Antwort. Zeige mir ihn. Er zeigte ihm denselben und Elia legte seinen Finger darauf, und Rabbi war](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b30095827_0081.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)