Archiv für Augen- und Ohrenheilkunde. I. Bd. 2. Abtheilung / herausgegeben in deutscher und englischer Sprache von H. Knapp und S. Moos.
- Date:
- 1870
Licence: Public Domain Mark
Credit: Archiv für Augen- und Ohrenheilkunde. I. Bd. 2. Abtheilung / herausgegeben in deutscher und englischer Sprache von H. Knapp und S. Moos. Source: Wellcome Collection.
Provider: This material has been provided by The Royal College of Surgeons of England. The original may be consulted at The Royal College of Surgeons of England.
18/248 page 16
![(). Mai. Yon der oberen Partie des Glaskörpers erstrecken sich jetzt Trübnngcn nach verschiedenen Ixichtnngen liiii; der untere Theil des Ilöhrchens ist nocli völlig frei. 7. Mai. Der obere Tlieil des coi-p. alien. ist heute in einen weissen Pfropf cingeliiillt^ von da aus geht eine streifige Trübung längs des Röhrchens in eine weisse sternförmige JMassc ül)er^ die jedoch selbst noch von dem unteren Ende des Röhr- chens überragt Avird. 8. Mai. Die Trübung hat noch zugenonnnen. Section. Das Auge von hinten geöffnet. Der Glaskörper erscheint etwas flüssig und auch in den anschei- nend klaren Partien vielfacli durclisetzt von contractilen Rundzelleii. Dieselben Elemente nebst spindelförmigeig fein granulirten Zellen^ ein- gelagert in eine äusserst feinstreitige Grundsubstanz, enthalten die fila- mentösen Trübungen. Letztere stehen in directer Verbindung mit dem der oberen Rulbiiswand aidiaftenden Eiterpfropf, welcher das Rölnchen zum grössten Theil einschliesst. In demselben lindet sich an der Herülirungsstelle zwischen Crotonöl und Glasköi-perilüssigkeit eine dunkle, aus \ielcn rundlichen 'rroi)fen bestehende iMasse. Z(‘llige Gebilde irgend welcher Natur waren in dem Röhrchen nicht nachzuweisen. Exporiiiieiil 1*2. 4. Mai lSGO, \T)niiiftag8. Einem jungen weissen Kaninchen wurde L ein mit (h’otonöl ge- frdlles, an beiden Enden offenes Ivölirchen von obem in den Glaskörper eingefülirt. ()l)hthal. Das Röhrchen liegt (pier inmitten des Glasköri)ers; an beiden Luden tinden sich schwärzliche Punkte. 5. iMai. Die schwärz- lichen Punkte verschwinden, sonst keine Verändernng im Glaskörper walirnelimhar. 0. iMai. Ganz leichte Glaskörpertrübungen, die von oben nach unten hinzichen und sich vielfach in dem Glasköri)cr verzweigen. Nur an dem am meisten nach ol)cn gerichteten binde sind diesell)en in Verbindung mit dem corp. alien. I)er übrige Theil desselben ist noch völlig frei von jeder 'rrübnng. 7. IMai. Die Trübungen haben zuge- nommen; die dichtesten erstrecken sich voi’ dem corp. alien. her. 8. IMai. Section. Rnlbiis wird von unten geöffiiet. (knisistonz des Glaskörpers normal. Von der Stichwunde und deren nnmittelbarer ITiigebung erstreckt sich eine ganz leichte 'rrübung gegen das eine Ende des Ilöhrchens bin; der untere d'beil desselben ist von einer weisslich trüben Masse angefiUlt, die sich unter dem IMiki’osko}) als aus lauter duidden, feinen Körnciien Imstehend erweist. Die Trübung im Glasköri)er zeigte im Wesentlichen dasselbe Verhalten, wie es ob(3ii schon öfters beschriel)en wurde. ExiKM-iineiit iiiid 14. 4. Mai 1800, Morgens. Einem jungen weissen Kaninchen wurde beiderseits ein Lymph- röhrchen, mit Crotonöl angefüllt, von oben in den Glasköi'per eingefülirt. (,)])hthalm. L Das Röhrchen hängt mit seinem oberen Ende der oberen Bulbuswand an; am Nachmittage war daselbst eine weissldäu- liche Verfärbung zu entdecken. R Im unteren Theil des Glaskörjiers tinden sich zwei sich kreuzende Glasröhrchen; ihr Inhalt scheint ent- leert zu sein. (Das ursprüngliche Röhrchen war wohl bei der Einfüh-](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b22449838_0020.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)


