Archiv für Augen- und Ohrenheilkunde. I. Bd. 2. Abtheilung / herausgegeben in deutscher und englischer Sprache von H. Knapp und S. Moos.
- Date:
- 1870
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Credit: Archiv für Augen- und Ohrenheilkunde. I. Bd. 2. Abtheilung / herausgegeben in deutscher und englischer Sprache von H. Knapp und S. Moos. Source: Wellcome Collection.
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![fende Theil des corp. eil. sammt Pfropf und Glasröbrclien auf den Ob- jectträger gebracht und hier ergab sich bei der Untersuchung, dass der weisse Pfropf ganz aus Eiterköri)ercheii bestand, und das.s, von dem- selben ausgehend, sich ein feinfaseriges, viele spindelförmige und ver- einzelte contractile Rundzellen enthaltendes Gewebe nach dem corj). eil. hinzog. Letzteres w'ar selbst an der VerbimKingsstelle dicht durchsetzt mit rundlichen Zellen. Der weissliche Tumor mit der kegelförmigen Trübung zeigte die gewöhnliche, schon öfter beschriebene Zusammensetzung. Exporimeut 15 iiml U>. 9. Mai I8G9. Einem mittelgrossen, röthlichen Kaninchen wurde R durch die Cornea und Linse ein Draht eingestossen. Iliimor a(iueus floss ab. L wurde von oben ein mit Crotonöl gefülltes Röhrchen, das in seinem oberen Ende mit Wachs verstopft war, in den Glaskör})er eingeführt. Rei der sofortigen, ophthalmoskopischen Unter.suchung konnte dasselbe hoch oben im Glaskör])er wöaln-genommen w’erden. 10. Mai. R Yor- dei-e Kammer noch aufgehoben; Linsenmasse ausgetreten und mit Iris und Cornea verlöthet. L Das Röhrchen ist nur in seinem unteren Tlieil deutlich zu erkuamen; der obere scheint in eine 'rrübung einge- hidlt. 11. Mai. R Linsenmasse sehr gequollen. \j Das Rölirchen ist nichl im'hr zu entdecken. Seclion von R. Der Rulbus wird von hinten geöffnet. Die Trübungen im Glaskörper sind am dichtesten hinter dem })e- ri))herisch('ii Theil der Linse und hier in directem Zusammenhang mit dem corjnis (uliare. Es bestehen dieselben aus einer feinfaserigen Grund- substanz mit voiAviegend contractilen Rundzellen und aus s])ärlichen si)indelförmigen Elementen. Die Linse ist zum grössten 'I’heil getrübt, etwas aufgecpiollen; in derselben steckt das corp. allen. Die Linsen- fasern sind an der getrübten Stelle etwas zei-fallen und grössere und kleine 'rro])fen in IMenge aus denselben ausgetreten. Die um das corj). allen, gelegene IMasse besteht aus gänzlich zerfallenen Linsenfaseiai mit hie und da eingelagerten Kernen und Körnchen. Section von L (der Rulbus w'ird von vorn geöffnet). Das coi-p. alien. liegt (pier vor der Wunde der oberen Rulbuswand, und ist mit derselben durch eine weisslich membranöse JNIasse verwach- sen, von der aus sich noch leichte Trübungen in den Glaskör])er hinein- erstrecken. Rei der Untersuchung des Röhrchens ergibt sich, dass der Inhalt desselben aus einer dunklen, feinkörnigen, stark lichtbrechenden Masse besteht. E]xperiiiieiit 17. 11. Mai 1869. Einem grossen sclnvarz-weisseu Kaninchen wurde R. ein Lymi)h- röhrchen, mit einer starken Lösung von Arg. nitr. gefüllt, von oben ein- geführt. Oben war dasselbe mit Wachs zugestopft. Ophthal. Das Röhrchen liegt inmitten des Glaskörpers ziemlich dicht hinter der Ijinse. 1*2. Mai. Von oben her erstreckt sich eine bedeutende Trübung nach dem corp. alien. hin. Dieselbe setzt sich über die nächste Um-](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b22449838_0022.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)


