Archiv für Augen- und Ohrenheilkunde. I. Bd. 2. Abtheilung / herausgegeben in deutscher und englischer Sprache von H. Knapp und S. Moos.
- Date:
- 1870
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Credit: Archiv für Augen- und Ohrenheilkunde. I. Bd. 2. Abtheilung / herausgegeben in deutscher und englischer Sprache von H. Knapp und S. Moos. Source: Wellcome Collection.
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![Sectioii. Das corpus alieniim haftet der oberen Bnlbiiswand an und ist daselbst bis zur Hälfte mit einem weisslicben I]iterpfropf um- geben. Die andere Hälfte ragt frei in den Glaskörper binein. Neben und etwas vor derselben verläuft von oben ausgehend eine nach unten sich verdickende Trübung bis über die Mitte des Glaskörpers hinaus. Dieselbe enthält eine sehr feinstreifige Masse mit contractilen Rund- zellen. An einer Steile fand sich eine sehr grosse Menge den soge- nannten Physaliphoren ähnlicher Zellen. Experliiieut 27, Einem kleinen weissen Kaninchen wurde L am 9. Juni 1869 ein mit Crotonöl vollständig gefülltes und oben mit Wachs zugestopftes Röhrchen in den Glaskörper eingeführt. Die hintere Kapsel wurde hierbei etwas verletzt. 10. Juni. Hintere Linsenpartie schon etwas getrübt; so dass man die Veränderungen im Glaskörper nicht sicher controliren kann. 11. Juni 1869. Stat. id. 12. Juni. Trübung hat noch ziigenommen. SectioiL Der Bulbus wird von hinten geöffnet. Von der Stich- öffnung aus zieht sich eine inembranartige Trübung nach dem hinteren Linsenpol hin. Dieselbe besteht aus einer faserigen; mit zahlreichen; hier und da ovaleii; meist jedoch spindelförmigen Zellen durchsetzten Substanz; um welche noch eine grosse Menge contractiler Rundzellen gelagert ist. Die spindelförmigen Zellen haben meist einen Kerii; der auf Essigsäure-Zusatz deutlicher wird; eine unregelmässige Gestaltung annimmt und oft aus mehreren an einander hängenden Körperchen zu bestehen scheint. Das corpus alienum steckt zum grössten Theile in der Linse; die in ihrer hinteren Partie völlig getrübt erscheint. Im Innern derselben findet sich eine weissliclie MassO; bestehend aus sehr kleinen dunklen Körnchen mit untermischten Fetttröpfchen; zeitige Gebilde sind in dem- selben nicht wahrzunehmen. Die der Stichöffnung nahe gelegenen processus ciliares erweisen sich als sehr hyperämisch und ihr Gewebe völlig durchsetzt mit lym- phoiden Körperchen. Experiioeiit 28. Einem kleinen weissen Kaninchen wurde R am 9. Juni 1869; Vor- mittags; ein kleines Stück Draht von oben in den Glaskörper einge- führt. Dasselbe lag im oberen Theil des Glaskörpers; nicht weit da- von findet sich eine kleine Luftblase. 10. Juni. Der Fremdkörper hat seine Lage heute derart verändert; dass in der oberen peripheri- schen Parthie des Augenhintergrundes nur dessen unteres Ende zu sehen ist. Ganz leichte punktförmige Trübungen durchsetzen nach verschie- dener Richtung den Glaskörper. 11. Juni. In der mehr diffusen Trü- bung markirt sich heute eine dichtere filamentöse; die sich von der Nähe des corpus alienum aus bis zur Mitte des Glaskörpers erstreckt. 12. Juni. Stat. id. Section. Der Bulbus ward von hinten geöffnet. Der Draht ist zum grössten Theil in einen der oberen Bulbuswand anhaftenden Eiter- pfropf eingehüllt. Von hier aus gehen die Trübungen in den Glaskörper](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b22449838_0027.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)


