Geschichte der Forschungen über den Geburtsmechanismus während des Anfangs des elften Lustrums des achtzehnten Jahrhunderts : Inaugural-Dissertation der medicinischen Facultät zu Giessen bei Erlangung der Doctorwürde in der Medicin, Chirurgie und Geburtshülfe / vorgelegt von Christoph Melchior ; Präses Prof. Dr. v. Ritgen.
- Melchior, Christoph.
- Date:
- 1857
Licence: Public Domain Mark
Credit: Geschichte der Forschungen über den Geburtsmechanismus während des Anfangs des elften Lustrums des achtzehnten Jahrhunderts : Inaugural-Dissertation der medicinischen Facultät zu Giessen bei Erlangung der Doctorwürde in der Medicin, Chirurgie und Geburtshülfe / vorgelegt von Christoph Melchior ; Präses Prof. Dr. v. Ritgen. Source: Wellcome Collection.
Provider: This material has been provided by The Royal College of Surgeons of England. The original may be consulted at The Royal College of Surgeons of England.
21/54 (page 21)
![iat 18) Den Vortheil des Fruchtwassers nach dem Blasensprung 1 hebt R. hervor: „Auch geht das Kind cs wasser bei einer recht ; guten Geburt kurz vor der Frucht her und macht die Wege •schlüpfrig, die schon zuvor von den schleimigen Feuchtigkeiten, die vom Mutterhals und in der Scheide abgesondert werden, iimmer*feucht erhalten werden.“ 19) Ueber das Nachgeburtsgoschäft äusserl er sich sehr •kurz; „Die Nachgeburt wird ebenso, wie die Frucht selbst, durch die fortgesetzte Zusammenziehung der Gebärmutter gelöst und ausgetrieben. Indem sich die Fasern der Gebärmutter zu- .„J'Sammcnziehen, trennen sic sich von der Nachgeburt und machen • diese frei und beweglich; dass also der herabsteigende Miitter- tgrund, und der nach der langen Axe sich zusammenziehende IKörper der Gebärmutter, dieselbe nach dem Munde hintreiben iund durch diesen ausstossen können.“ §. 16. Schwere und ■widernatürliche Gehurten. ScJuidel- geburt, das Gesicht gegen die Schoossfuge gewerfdet. Diese .Art von Geburt verläuft schwieriger, als die mit dem Gesichte .gegen das Kreuzbein gekehrte; doch erfordert sie keine Kunst- hülfe, falls sonst kein Missverhältnis besteht. Der Grund der 'Schwierigkeit wird so angegeben : „Sieht das Gesicht nach den j, ^'Schambeinen, so treiben die Wehen den Kopf von der Brust ab und gegen den Rücken zu; die Wehen gehen daher nur auf die schmale Säule der Halswirbelbeine und äussern ihre Wir- •,]kung von da gegen den Kopf.“ §. 17. Quere Scheitellage: „Der Scheitel zeigt sich zwar J zuerst und die Gebärmutter hängt in der Axo des Beckens, das i-Kind ist aber so gegen die Seite gekehrt, dass das Gesicht nach einem von dev Sitzbeinen hinsieht, eine Schulter an dem einen Schambeine hängt, die andere an dem Heiligenbeine.“ In diesem Falle stellt sich zwar der Kopf gehörig im Becken fei Ml Skr- lleirol ■ len . ki :: 1 lei m ein, fallt bis zur Oeftinmg der Scheide ohne Hinderniss, wird - .Isogar zuweilen aus der Scheide herausgepresst, wenn er aber , J-söweitgekommen ist, so sitzt er fest; die stärksten Wehen wirken. tfla Nichts, die Tlicile werden entzündet und hören auf zu wirken. iDoch bemerkt man weder eine schiefe Lage der Gebärmutter, noch I “inen Felder am Kopfe. Die Seitenlage des Gesichts bringt aber licht allein diese Uebcl hervor, sondern sie entstehen, weil sich | lie Schultern an den Schambeinen und dem Heiligenbein anle- l'/en, indem jene allein im Becken nickt hinderlich ist, somit die](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b22383025_0023.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)