Beiträge zur Kenntnis der assyrisch-babylonischen Medizin : Texte / mit Umschrift, Übersetzung und Kommentar von Friedrich Küchler.
- Date:
- 1904
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Credit: Beiträge zur Kenntnis der assyrisch-babylonischen Medizin : Texte / mit Umschrift, Übersetzung und Kommentar von Friedrich Küchler. Source: Wellcome Collection.
105/210 page 93
![(Beduinen oder Kaufmann, so Jen.SEN in KB VI, i, S. 4711, und auch, wenn ASKT S. 87, II, 9 mit und gegen Delitzsch zu i-kiin-mn 7n[2i-2it-tag\-gi-su (ohne iä vor muttaggisu, weil dem Sumerischen gal-la-Jia-an-dag-dag-gi sonst la mupparkii = nicht ablassend entspricht, mit dem wohl muttaggisu, aber nicht lä muttaggisu wechseln könnte) zu ergänzen ist, einen Geist, der nicht zur Ruhe kommt, sondern umherspukt. Wie /lagäsu, dessen Bedeu- tung ursprünglich „treten“ sein wird [nagäsu sa amili = treten vom Menschen, uagäsu sa isati = aus treten, vom Feuer gesagt, nagäsu sa alpi = stampfen, vom Stier gesagt (dreschen.?) (II R 36, 10— 12g. h -|- 0 276); die Kopfkrankheit tritt die Rippen ein (IV R 22, 32/33a)], daraus abgeleitet erst „gehen“, zu dem Ideogramm TIN gekommen ist, ist schwer zu verstehen. Sollte man den Winzer oder Kelterer, weil er die Trauben austritt, „Hin- und hertreter“ = muttaggisu genannt und dann dessen Ideogramm auf jeden muttaggisu über- tragen haben.? Fast sieht es so aus; denn auch bei dem Inspektor (J.) haiatu ist es ganz dunkel, wie erzürn Ideogramm TIN. NA gekommen ist. Sollte man auch ihn als einen hin- und hergehenden Menschen muttaggisu und darum GAL. TIN.NA genannt haben.? Die Lesung von (A//) Sf.NU steht nicht fest; als wahrscheinlich wird aber betrachtet werden dürfen, dass diese Gruppe sunu zu lesen ist, wie {isu) SI.N.l.A nach VR 26, 28e. f (J.) In s///i22 hat man vielleicht das assyrische Äquivalent des aramäischen = Vitex Agnus castus L. = Keuschbaum zu sehen. Z. 33. Der Anfang der Zeile dürfte gelautet haben f am'du TAR.SI könnte ein Verbum mit phonetischem Komplement (-V) sein; möglich wäre auch eine phonetische Lesung tar-si (für tarasi, mit synkopiertem a, wie tarsan, tarbak, tarmuk^.) und talmi\ vgl. oben zu Z. 14), von einem Verbum i-as/r, doch wäre hier die 2. Person eines Verbums sehr auffallend. Unter {sammu) TAR.JIIGS scheint eine Glosse ^ [sammu) TAR.TjU zu stehen; ganz klar konnte ich die Zeichen nicht erkennen; vermutlich bedeuten, wenn meine Ivesung richtig ist, MUS und HU siru Schlange und issiiru Vogel; lAR wäre dann höchst wahr- scheinlich Bezeichnung eines Körperteils der beiden Tiere, nach dem die Pflanzen genannt waren; beide Namen finden sich auch sonst in unseren Texten, aber nirgends nebeneinander, was dafür spricht, dass es sich hier wirklich um eine Glosse, und nicht um eine Nachtragung von etwas vom Schreiber vergessenen handelt. Z. 35. Der Sinn und die Lesung des mittleren Teils der Zeile ist nicht ganz klar. PIS.KA ist, falls das Ideogramm schon ursprünglich aus iW-|- AM bestand, wohl wegen des dann anzunehmenden Zusammenhangs mit dem Ideogramm fürpiarsu und humsjni ein (kleines) Tier, das man zur Sippe der Schweine rechnete. Anderen Falls könnte A/.S'. AM auch irgend einen Stoff bezeichnen, was sich mit dem Umstand, dass es mit GAZ und KU (für die als gemeinsame Lesung bisher nur basal?/ nachgewiesen ist) verbunden vorkommt, am besten vereinigen liesse. Ausser an unserer Stelle findet sich die Gruppe PIS.KA noch bei Lehmann, Sai/iass?/m?/ki?i Taf XLIV, Z. I2, wo wegen unserer Stelle KU gewiss als Verbum und nicht mit KA zusammen als kak?/ aufzufassen ist. (J.) Pür GAZ gab ich S. 8 die Umschrift tadak unter der Vorraussetzung, dass PIS.KA ein lier sei. Man wird übrigens auch für das mit GAZ in Verbindung mit PIS.KA wechselnde KU (s. o.) vielleicht die Lesung daku annehmen dürfen, zumal da nach den archaischen P'ormen von GAZ und KU GAZ gewiss KU mit hineingesetztem St = „Getreide“ ist. sab'pul?/ wohl = „trocken“. S. darüber Jen.seN in KB VI, i, S. 509f und S. 580 Die Bedeutung von sab\pulu spricht stark dafür, dass P/S.Kl kein Tiername ist.](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b24873147_0105.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)
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