Beiträge zur Kenntnis der assyrisch-babylonischen Medizin : Texte / mit Umschrift, Übersetzung und Kommentar von Friedrich Küchler.
- Date:
- 1904
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Credit: Beiträge zur Kenntnis der assyrisch-babylonischen Medizin : Texte / mit Umschrift, Übersetzung und Kommentar von Friedrich Küchler. Source: Wellcome Collection.
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No text description is available for this image![SO beabsichtigt mau dabei vielleicht, dass die Krankheit oder der sie erregende Dämon getroffen werde und entweiche. (J.) tu-ma-as-su 2, Pers. Praes. II i von einem Stamme ©st/O oder der bis jetzt nur in I i und I 2 mit der Bedeutung „nicht (belachten“ bekannt ist; damit ist hier freilich nichts anzufangen. Am liebsten würde ich hier an eine Ableitung von inasähi = „streichen“ denken. Aber für tuinassas kann doch tnmas kaum stehen. Sollte tumas dennoch von masäsu oder von einem gleichbedeutenden Stamm tüIü (oder abzuleiten sein, so wäre hier eine Art Streich- und Klopfmassage vorgeschrieben. aua libbi kann einfach heissen „darüber“, aber auch „zum Innern“ (seil, des Kranken). Für letztere Erklärung spricht vielleicht der Umstand, dass es sich um Heilung von kis libbi handelt. DUG.AB = hxb{-ab) bedarf keines Kommentars, ebensowenig DUG.GA — lakabi. SU.SI = ubänu und GAL.Tl = rabiti[-ti)\ unter dem „grossen Finger“ ist wohl der Daumen zu verstehen; an sich wäre es auch möglich, dabei an den Mittelfinger zu denken; da aber dieselbe Bezeichnung auch von einer Zehe gebraucht wird (Sp. III, ZZ. 59. 61) und von den Zehen nur die dem Daumen entsprechende grosse Zehe so genannt werden kann, wird man unter dem „grossen Finger“ der Hand den Daumen zu verstehen haben, der dann wohl wegen seiner Dicke oder aber unter Hinzurechnung der Maus zum Finger so genannt wurde. Seltsam scheint, dass in der archäo-babylonischen Schrift der Daumen als der längste Finger dar- gestellt wird (in den Zeichen SU und DA)\ doch scheinen die übrigen Finger in diesen Bildern gekrümmt dargestellt zu sein. Z. 16. Der Daumen, mit dem die Zauberhandlung ausgeführt werden soll, ist zu diesem Zweck noch besonders präpariert; das wird in dem Relativsatz angegeben. adiXIV-su heisst eigentlich „bis zu seinen 14“, d. h. im ganzen I4mal. —GU vielleicht wie sonst == kii, nach II R 33, 73 a. b. IV R 5, 30/31 c u. ö., = hebr. 1p = Schnur oder Faden. Für DU.suscheint die einzige anwendbare Lesung tarkiisii{-sii) sein. DU = rakäsii ist allerdings eine befremdliche Entsprechung; sie findet sich aber auch nur scheinbar IVR i, 4243a, wo ein Duplikat statt des im Texte stehenden US.SA = raksu siinii DU.DU.MIS bietet. In der i. Ausgabe von IV R sieht es freilich so aus, als stände in einem Duplikat in der assyrischen Zeile statt raksu sinnt DU.DU.MIS. Die 2. Auflage zeigt aber, dass diese Gruppe in der sumerischen Zeile steht und dass ihr, wie man auch erwartet, im Assyrischen ittanallakii sinnt entspricht. BrÜNNOW’s Angabe: DU .DU — rakdsii ist demnach zu streichen. Eine andere auf 5 (oder s, s, s, d, f, i) endemle Lesung von DU ist nicht bekannt; eine solche wird aber jedenfalls für unsere Stelle angenommen werden müssen, wenn sn wirklich phonetisches Komplement (oder auch Pronomen suffixum der 3. Person Is. u]l ist; das Relativ-;/ am Ende ist wegen des Relativsatzes ganz am Platze. Möglich wäre es auch, dass in GU ein Verbum steckt, in DU.SU aber eine Bezeichnung eines Körperteils, die auf einen Dental oder Zischlaut endet, mit dem Suff, der 3. Pers. Sing. Masc.; zu dem folgenden lAK.A'T = talapat[-at) erwartet man ohnehin ein Objekt. Doch s. Nachträge. Die Bedeutung „kehren, drehen, wenden, i) versare, 2) evertere“, die Delitz.SCII für lap.itu angiebt, dürfte wohl nicht zutreffen. Schon das Ideogramm JAK, dasund lapatu gemeinsam haben, führt auf eine andere Spur: lapatu heisst stossen, und zwar i) (an)stossen, berühren, 2) anstossen und dabei umstossen, daher dann auch annähernd soviel wie ver- nichten. (J.) Hier würde man es am besten mit einem Wort der Vulgärsprache, ,,antippen“, wiedergeben. Der Umstand, dass auch der Ifrdboden geschlagen werden soll, zeigt tleutlich, ilass es sich hier um eine Zauberei, und nicht um eine Therapie im eigentlichen Sinne handelt. Die Verknüpfung zweier Sätze mit u ist nicht übermässig häufig. In vielen Fallen IO*](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b24873147_0087.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)