Beiträge zur Kenntnis der assyrisch-babylonischen Medizin : Texte / mit Umschrift, Übersetzung und Kommentar von Friedrich Küchler.
- Date:
- 1904
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Credit: Beiträge zur Kenntnis der assyrisch-babylonischen Medizin : Texte / mit Umschrift, Übersetzung und Kommentar von Friedrich Küchler. Source: Wellcome Collection.
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![der krank ist, wie auch K 71b etc., II 14. 28. Was für ein Körperteil es ist, muss dahin- gestellt bleiben. LU=issabatu, I2 von sabäiu, Relativform wegen imnna. hiniu {SAR), identisch mit hebr. aram. rÄ>3aÄ>, arab. auch von den Juden als Medikament gebraucht (s. LöW s. v. S. 393f), war auch bei den Assyrern ein sehr beliebtes Nahrungsmittel; vgl. besonders IV R 7, i b. Das snm?/. nicht Knoblauch ist, hat VON Oefele (Aufsatz „Zur Geschichte der Alliumarten“ in der Wiener „Pharma- ceutischen Rundschau“ 1899) überzeugend nachgewiesen; nach ihm kommen für sfaim und karähi nur Allium Cepa (Zwiebel) und Allium Porrum (Lauch) in Betracht. Z. 8. SA.NI.DI.A wohl = inirs7i (].), nach IVR 13, 59b, wo einem mk'su \DI.A entspricht, verglichen mit SA.NI.DI.A IV R 57 (64), 3 a u. s. w.; die Bedeutung des Wortes ist offenbar Salbe oder Brei (vgl. die Stellen bei DelttzSCII, HWB 425 b). Idmitu, für NI.NUN .NA, nach vielen Stellen (vgl. BrÜNNOW Nr. 5349), entspricht hebr. nxün und ist nach JENSEN als Lehnwort aus dem Babylonischen ins Syrische übergegangen als niit der Bedeutung „Butter“, die demnach wenigstens auch für das Babylonisch- Assyrische anzusetzen ist. Z. 9. {samimt) IL ist vielleicht phonetisch geschrieben bei KiNG, Magic and Sorcery PI 52, 25: sainmu ü-la. Doch muss man mit dieser Annahme vorsichtig sein, weil ila die sumerische Lesung von IL ist. Das beigefügte SIG — arku soll die genannte Pflanze vielleicht als immergrüne bezeichnen. Z. 10. ka-si-hi ist wohl rein phonetisch zu lesen, besonders deswegen, weil Z. 15 und Z. 17 andere P'ormen (I 3 und I 2) des Verbums kasn in Verbindung mit libbu Vor- kommen, und ist dann Permansiv I i mit vermutlich aktiver Bedeutung, da die Formen I 2 und I 3 nach und gegen DELITZSCH auch nur diese haben. Der Ausdruck „sein Inneres packt ihn“ ist seiner Bedeutung nach nicht ganz klar; sicher ist, dass ein krankhafter Zustand damit gemeint ist; man hat wohl an Bewegungs- oder Funktionsunfähigkeit denken. SU des {rikhi) GA/I/. GAäI wird man ohne Gefahr als „Rinde“ auffassen dürfen. Weniger sicher ist, ob die Rinde, wie die tierische und menschliche Haut, auch masku genannt wurde. PA .AS = tamahas{-as) nach BrÜNNOW Nr. 5576. Z. 11. NI.SAH ist zweifellos Fett des Schweines, doch steht die Lesung nicht fest; in Frmanglung sicherer Kenntnis setzt man wohl am besten j^i'ovisorisch saman saln dafür ein. wenn mir dies auch wegen des folgenden samnu y.ax i^oyJiv {NI.(j-IS) nicht besonders gut gefällt und man nach II R 27, 38c. d statt dessen eine Ableitung von nähu vermuten kann (cf jENSEN in KB VI, i, S. 538 und unten zu Sp. III, 57). NI. GIS (Ligatur) = satmin (s. Delitzsch, HWB 671a) eigentlich = Baumöl; nach VON Oefele, Vorhippokratische Medizin Westasiens etc., Separatabdruck, SS. 99k kann diese Bezeichnung nur auf Ricinusöl bezogen werden. Warum das so sein soll, ist aus seinen Ausführungen nicht ersichtlich; gab es in Assyrien und Babylonien keine Ölbäume.? Jedenfalls passt die Bezeichnung „Baumöl“ sehr viel besser auf Öl vom Ölbaum, als auf solches von der Ricinusstaude. Z. 12. SIM.Sf.LI. UT = kiskiramii buräsi (BrÜNNOW Nr. 5193), und nach Rm. 367 etc., Vs. ZZ. I7f. (Melssner, Supplement I = KIL-ki-ra-mi buräsi, ist nach seinem Ideogramm anscheinend „weisser Samen von Cypressen“, was auf die silbergrauen Cypressenzapfen wohl passen könnte, schwerlich „Samen von weissen Cypressen“, womit ich nichts anzu- fangen wüsste.](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b24873147_0098.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)
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