Lehrbuch der Geburtshfe : mit Einschluss der operativen Therapeutik, der rigen Fortpflanzungs-Functionen der Frauen und der Puerperalprocesse / von dr. Carl R. Braun ... Mit 150 Holzschnitten.
- Braun, Carl Rudolf, Ritter von Fernwald, 1822-1891.
- Date:
- 1857
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Credit: Lehrbuch der Geburtshfe : mit Einschluss der operativen Therapeutik, der rigen Fortpflanzungs-Functionen der Frauen und der Puerperalprocesse / von dr. Carl R. Braun ... Mit 150 Holzschnitten. Source: Wellcome Collection.
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![®5 längs- und Aufbewahrungshöhle, die Gebärmutter, und einen Excre- tionsweg, die Scheide, unterstützt werden. — Die E ierstöcke^Oüan« s. festes muliebres) Hegen in einer Ausbuch- tung der hintern Wand des breiten Mutterbandes im Beckeneingange. Sie haben in den Pubertätsjahren eine flache taubeneiförmige Gestalt, wobei das stumpfe Ende nach aussen, das spitze nach innen sieht, und werden durch ein zelliges Lig. ovarii proprium, welches auch glatte Muskelfasern aufnimmt, an die Gebärmutter angeheftet. Bei nicht menstruirten Mädchen sind beide Flächen glatt, nach eingetretenen Fortpflanzungsfunktionen wegen Follikular- berstungen aber gekerbt und narbig. Vor dem Eintritte der Menstruation sind sie am grössten, und wiegen SVo Loth, im Alter verlieren sie zwei Dritttheile ihres Volums, und werden härter, dünner und länglicher. Die Häute bestehen aus dem Peritonaealüberzuge (Tunica serosa ovarii), der aber den untern Piand, die Basis zum Eintritte für die Blutgefässe (Hilus ocarii) frei lässt. — Die 2. Haut ist fibröser Natur {Tunica propria seu albuginea), ver- wächst vollständig mit dem Bauchfell und wird von den Gefässen durchbohrt, denen sie aber keine Scheiden abgibt. Ein festes, gefässreiches, faseriges Gerüste stellt das Parenchym (Stroma, Keimlager) dar, in welches 10 bis 20 Stecknadel bis erbsengrosseSäckchen, die Graafschen Bläschen, (Vesiculae s. Folliculi GraafianiJ eingebettet sind. Diese enthalten eine hellgelbe ge- rinnbare Flüssigkeit, Liquor folliculi, mit kleinen 0,005' messenden Kör- perchen, welche sich an die innere Wand des Graafschen Bläschens als eine continuirliche Körnerschicht (Membrana granulosa) niederschlagen, an der Ovarialperipherie eines jeden Bläschens zum Discus proligerus sich zusammendrängen, in welchem das menschhche Ei (Ovulum) beherbergt wird. Die äussere Haut eines jeden Bläschens wird vom verdichteten Bindegewebe des Stroma's gebildet, und heisst Theca. pj i Das reife mensch- ^ licheEiimGraa f sehen Follikel misstbloss Vi2L'inie, und wird daher mit freiem Auge schwer bemerkt. Es besteht aus zwei Theilen, a) aus dem Dotter und b) einer Membran, a) Der Dotter ist ein runder Körper, und be- steht aus einer eiweissartigen Flüssigkeit und vielen Kör- Fig. 4. Darstellung eines Durchschnittes eines Graafscheu Follikels a) Stroma, b) Theka des Graaf- schen Fol]., c) Liquorfoll., d) Discus proligerus, e) Eichen, f) Dotter, g) Keimblasche«.](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b21043401_0057.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)


