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Credit: Lehrbuch der Hautkrankheiten / von Isidor Neumann. Source: Wellcome Collection.
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![macM. Die Morphaea der Araber entspricht dem Melas und Alphus der Griechen, der Vitiligo des Gelsus, während Baras mit der Lepra der Griechen und der Impetigo des Gelsus identisch zu sein scheint. Bei den arabischen Aerzten finden sich zum Theile einzelne Symptome der Scabies beschrieben. Avenzoar erwähnt unter So ab ein Thier, von welchem es allerdmgs noch fraglich ist, ob darunter die Laus oder die Krätzmilbe ver- standen ist, Iluly Ablas den Favus. Bis zum XVL Jahrhunderte waren es überhaupt vorwiegend die arabischen Schriftsteller, deren Lehren man allent- halben adoptirte. Auch noch später hatten sich viele Schriftsteller, da die Lepra während der Kreuzzüge durch das Yordringen der Araber zur herrschenden Krank- heit geworden, ausschliesslich mit der Beschreibung des Aussatzes (Lepra leonina, elephantia, tyria und L. alopecia) beschäftigt [Constantinus Afri- canus [1085], Johannes Platearius, Cardinal Vitalis de Famo, A. Pare, Rogerius von Parma, Bolandus, Lanfrancus, B. Gordonius, Guy de Chau- liac [1300], Gilhertus, Glanville, Gaddesdon m England, Theodoricus aus Spanien, Hans Gersdorf m Strassburg [1517], Wilhelm von Saliceto inItalien, welch' letzterer auch die Akne rosacea bespricht), und als die Lepra sich ver- loren und sich in Europa mehr auf die Küstenländer beschränkt hatte, war Ende des XV. Jahrhunderts die Syphilis vorherrschend, die theils durch rasche Ver- breitung, theils durch die tiefen Störungen, welche sie erzeugte, die Auf- merksamkeit auf sich lenkte und den Aerzten dieser Zeit als neue epidemische Krankheit erschienen war. Als hervorragende Schriftsteller über letztere sind aus dieser Zeit zu erwähnen: Gumanus, Pintor, Leonicenus, Torella, Massa, Fracastor (1530), Manardus, Nicolaus Florentinus, Paracelsus, Am- brosius Pare, Asiruc; dieser gibt überdies auch bei Beschreibung des Erysipels und der Akne rosacea, einige Daten über die Structur der Haut (Epidermis, Mucosa, Cutis, Talg- und Schweissdrüsen, verwechselt jedoch letztere mit den Talgdrüsen). Diese Glandulae sind nach A. auch der Sitz des Furunkels. Guy de Ghauliac beschreibt die Tinea und Akne, deren Schilderung, aber mehr für Eczem, Sykosis, passt; er erwähnt die Krätzmilbe und die Ansteckungsfähigkeit der Krätze, Vidus Vi- dius (tl569) die Varicellen und Syrones (Krätzmilben); Fernehas Ambianus (f 1557) die Lentigo, Pustula, Syphilis, Haemorrha- gien, Akne rosacea, Prurigo und Herpes; Forestas (1522) Pem- phigus Psoriasis palmaris und Krätze; Schenk von Grafenberg die Krankheiten der Haare, Sykosis, Liehen und Krätze; Sen- nertus die Farbenveränderungen der Haut, Leberflecke, übel- riechende Fussschweisse, Scharlach, Masern; Döring (1G18) lietert eine genaue Beschreibung des Scharlachs. Blondus% Fallopia% Jou- ') De maculis corporis, Koma 11)44. ») De tmaoribus et ulceribus, Verietiae lö62.](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b2192501x_0020.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)


