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Credit: Lehrbuch der Hautkrankheiten / von Isidor Neumann. Source: Wellcome Collection.
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![gerul'eueu Knötchen haben eine längere üaner als die durch P]xsudation be- dingten. Wird ein central gelegenes stecknadelkopfgrosses Knötchen in seiner Peripherie durch einen rothen, nicht mehr als silbcrgroschengrosseu Fleck begrenzt, so bezeichnet man diese Combination mit dem Namen Stippe, Unibo, Stigma (z. B. bei Varicella, Erythoma papulatnm). Der Halo, der die einzelnen Etlorescenzen umgibt, ist an den Unterschenkeln dunkler ge- färbt als an anderen Körperpartien, häufig selbst hämorrhagisch. 3. Knoten, Tubercula sind grössere, im Corium sitzende und selbst bis in das ünterhantzellgewebe sich erstreckende, halbkugelige, conische oder in ihrer Mitte abgeplattete Geschwülste, welche Erbsen- oder Hasel- nussgrösse und darüber erreichen, von verschiedener Farbe (roth, weiss, schwarz) und Gestalt sind, sich somit nur bezüglich ihrer Grösse von den Kuötolien unterscheiden (Furunkel); Eundzellenwucherungen erzeugen bis- weilen grosse Knoten, wie beim Gumma syphiliticum, Sarcoma und Carcinoma, ebenso bilden hämorrhagische Ergüsse Knoten, z. B. bei Pur- pura variolosa. 4. Knollen, Phymata sind wallnuss-, faust- bis Idndskopfgrosse Geschwülste, welche über das Hautniveau hervorragen, vorwiegend jedoch in der Tiefe des Hautgewebes (Molluscum, Tumor cysticus) ihren Sitz haben. 5. Quaddeln, Pomphi, Urticae sind flache, durch seröse Flüssig-- keit im Papillarkörper imd Schwellung des Rete Malpighii entstehende, derb anzufühlende und rasch schwindende Efflorescenzen, deren Flächen- umfang grösser ist als deren Höhe; ihr Umfang variirt von Linsen-, Thaler-, Flachhandgrösse; durch Confluenz nehmen sie ausgedehnte Hautpartien in Anspruch, durch Kratzen, Reiben und Druck wird ihre Entstehung imd ihr Umfang gesteigert. Quaddeln sind entweder kreis-, scheibenförmig oder auch unregelmässig striemenförmig gestaltet; die kleinen sind gewöhnlich blass, seltener roth, die grösseren im Centrum lichter und durch einen rothen Saum begrenzt; letzterer entsteht dadurch, dass das Blut durch die angesammelte seröse Flüssigkeit in die Peripherie gedrängt wird oder aber das zufliessende Blut, dem der Eintritt in die erkrankte Partie durch das Exsudat unmöglich gemacht ist, sich in der Peripherie ansammelt. Die Quaddeln schwinden ohne Exfoliation, ohne Pigmentirung. Die exquisitesten Quaddelformen erscheinen bei Urticaria. 6. Bläschen, Vesiculae sind mit rein seröser, serös-eitriger, oder l)lutig gefärbter Flüssigkeit gefüllte, durchscheinende oder milchig getrübte, auch dunkel gefärbte Hervorragungen der Hornschicht, welche hirsekorn- bis linsengross werden. Der seröse Erguss erfolgt zwischen Horn- und Schloim- ochicht oder in die Ausführungsgänge der Schweiss-, Talg- und Haarfollikel. Die in der Mitte des Bläschens vorkommende Vertiefung bezeichnet man als Delle.](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b2192501x_0057.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)


