Versuch einer physiologischen Pathologie des Blutes und der übrigen Körpersäfte / von G. Valentin.
- Date:
- 1866-1867
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Credit: Versuch einer physiologischen Pathologie des Blutes und der übrigen Körpersäfte / von G. Valentin. Source: Wellcome Collection.
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![Product des tiberwundeneu Widerstandes in die senkrechte Hubhöhe die Arbeitsleistung messe, dass also der Zwischenweg und die für ihn verwendete Zeit gleichgültig seien, bildet eine einfache Folge des Grundsatzes der Erhaltung der lebendigen Kraft. Sie rührt auch von Leubnitz und besonders von Jon. und Daniel Bernoulli, welche dieses Princip erweiterten, her und kann schon aus dem Be- griffe der lebendigen Kraft entwickelt werden (S. 88), wenn sich diese auf einen Fall bezieht, den man mit den Schwerewirkungen oder mit Einflüssen von Centraikräften überhaupt zu vergleichen berech- tigt ist, sonst dagegen nicht. Da aber die Natur der Muskelleistungen eine solche Beziehung nicht gestattet, so führt auch die blosse Ausmessung derselben mittelst des Werthes der Nutzwirkung zu irrigen Ergebnissen. Obgleich man sich dieses bis auf unsere Tage nicht vollkommen klar machte, so war doch schon Dan. Bernoulli der Erste, der wie später Lambert, Coulomb, Navier, Poisson und PoNCELET hervorhob, dass die Beurtheilung der physiologischen Arbeit nach dem Maasstabe des mechanischen Momentes keiner ge- nügenden Auffassung entsprichti). Er nennt absolute Wirkung ') Lässt sich die iu Betracht gezogene lebendige Kraft mit der eines fallenden Körpers, der von keinen anderen beschleunigenden Kräften als der Schwere getrieben wird, vergleichen (§. 127. Anmerk. 7), so hat man nach (20) mv^ = 2mgh oder wenn man 2mg = P setzt, mv^ = Ph. (Den Beweis des Satzes versuchte schon Cahtesil'S, Epistolae. Amstelodami lfi82. 4. T. I. p. 241 —248.) Dieser Vergleich und die ge- wöhnliche Anwendung des Grundsatzes der Erhaltung der lebendigen Kraft überhaupt sind aher nur dann möglich, wenn die Geschwindigkeiten nur von den Orten der be- wegten Körper, nicht aber noch sonst von der Zeit abhängen, also die beschleunigenden Kräfte nicht nach einem von der Zeit besonders bestimmten Gesetze oder mit diesen Geschwindigkeiten wechseln, wenn also die seit dem Anfange verflossenen Zeiten nicht bloss implicite als Bestiramungsglieder der Orte und der von diesen abhängigen Be- schleunigungen, sondtm auch explicite in Betracht kommen 127. Anmerk. 7). I^e Massenveränderung, die der Muskel während der Zusammenziehung erleidet, bestimmt die Stärke des Verkürzungsvermögens von einem Augenblicke zum andern. Die lebendige Kraft bildet daher keine, blosse Function des Ortes oder der Grösse der Längenabnahme, sondern auch der von der Arbeitsgrösse und der Arbeitsdauer abhängigen chemischen Beschaffenheit der Muskelmasse, deren Einfluss wir als Ermüdung zu bezeichnen pflegen. Die Nutzwirkung kann daher auch kein Maass der Muskelthätigkeit liefern. Die Auswerthung derselben ist streng genommen nur für unendlich kleine Zeiten möglich, in denen die Ermüdung die Leistungsgrösse nicht stört. Man hätte den Ausdruck pdhdt, wenn p defi überwundenen Widerstand, h die Kubhöhe und t die Zeit bezeichnet Da man das Gesetz der Beziehungen von h und t nicht kennt oder die Function von h = f (p, t) nicht anzugeben vermag, so lässt sich auch jener Ausdruck nicht integriren. Es bleibt unter diesen Verhältnissen nichts übrig, als ])ht oder eine gewisse Summe von Einheiten, von Grammen - Centimeter - Secunden zur Auswerthung zu gebrauchen, wobei p den](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b21994870_0111.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)
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