Théorie médicale et philosophique déduite de l'histoire / [P.-V. Renouard].
- Renouard, P.-V. (Pierre-Victor), 1798-
- Date:
- 1873
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Credit: Théorie médicale et philosophique déduite de l'histoire / [P.-V. Renouard]. Source: Wellcome Collection.
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![des Geburtsschmerzes, ohne dass uns besondere Manipulationen mitgeteilt werden. Es handelt sich um eine Konigstochter, welche ihr Kind nicht zur Welt bringen konnte, ehe Oddmn, die Schwester Atlis (Etzel) herbeikam, sich auf die Knie vor der Kranken niederliess und (Sprüche 6. u. 7) Sprüche voll Heilkraft sprach nun Oddrun, der leidenden Borgny erlosenden Zauber. Bald kamen ans Licht ein Knab’ und ein Madchen . . . Auch aus der jüngeren Edda, dem Lehrbuch für Skalden, erfahren wir nicht mehr über die Arzneikunst. Die Jugend der Gotter, so wird uns hier be- richtet, wird gewahrleistet durch das tâgliche Essen von Aepfeln. Sobald sie anfangen zu altern, wird durch den GenuB der Aepfel, die Idün aufbewahrt, die Jugend wiedergewonnen. Es gibt auch eine Aerztin unter den Asen mit Namen Eir, das bedeutet soviel wie Schonung und Pflege. In den alten eddi- schen Liedern wird diese Gottin nicht genannt, und auch die jüngere Edda berichtet uns nicht, wie es mit ihrer Kunst bestellt war. Magensaftuntersuchungen. Référât nach Taschenbuch der medizinisch-klinischen Diagnostik von Prof. O SEIFERT und Prof. F. v. MUFLLFR. 1. Prüfung der motorischen Magenfunktionen. Die Untersuchung der Magenmotilitat geschieht am besten rontgenologisch ; aber auch das Ausspülen des Magens 6 Stunden nach der Mittagsmahlzeit lâsst gewisse Schlüsse zu; sind z. B. noch erbebliche Speisereste im Magen vorhanden, so besteht eine motorische In- suffizienz. Findet man morgens nach einer abendlichen Probemahlzeit noch Speisereste, so ist die Storung recht stark. Mangelhafte Magenentleerung kann durch Verengerung des Ausführungsganges durch Krebs, Geschwür oder Narbenzug hervorgerufen sein, aber auch schon weniger gefâhrliche chronischeMagenleiden kônnen eine Atonie des Magens bedingen. 2. Prüfung der chemischen Funktionen. Zur Feststellung der Magenverdauung bekommt der Kranke ein Probefrühstück (1 Tasse Tee, 1 Brôtchen, oder 5 g Liebig’schen Fleischextrakt auf 250 ccm heisses Wasser, 4 g Koch- salz, gerostetes Weissbrot). 3/4 Stunden spater wird der Mageninhalt ausgehebert. Neben dem Probefrühstück kann man auch eine sogenannte Probemahlzeit geben (1 Teller Rind- fleischsuppe mit Nudeln, 1 Beefsteak [150—200 g] mit Kartoffelpurée, 50 g Brot, 1 Glas Wasser). Nach 3 Stunden wird ausgehebert. Zunachst prüft man mit Lackmuspapier die Reaktion. Saure Reaktion ist bedingt durch freie Salzsaure, an Eiweiss und organische Basen locker gebundene HCl, durch organische Sauren (Milch-, Essig-, Buttersaure,) und schliesslich durch saure Salze wie saure Phosphate. Für die Verdauung kommt nur die freie HCl in Frage. Zur Bestimmung freier HCl dient das Günzburg’sche Reagens (2 g Phloroglucin, 1 g Vanillin, 30 g Alkohol). Mit diesem Reagens werden einige Tropfen des Magensaftes vorsichtig ab- gedampft; es bildet sich dann bei Anwesenheit von freier HCl eine schône Rotfarbung. Anstatt des Günzburg’schen Reagens wird vielfach eine Kongorotlosung oder -papier ange- wandt. Bei Anwesenheit von freier HCl wird der rote Farbstoff in einen blauen umgewan- delt. Milchsaure gibt zwar diese Reaktion auch, doch erst in einer Konzentration, die wohl kaum im Mageninhalt vorkommen dürfte.](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b30572319_0082.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)