Die anatomische Nomenclatur. Nomina anatomica : Verzeichniss der von der anatomischen Gesellschaft auf ihrer IX. Versammlung in Basel angenommenen Namen / Eingeleitet und im Einverständniss mit dem Redactionsausschuss erläutert, von Wilhelm His.
- Wilhelm His
- Date:
- 1895
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Credit: Die anatomische Nomenclatur. Nomina anatomica : Verzeichniss der von der anatomischen Gesellschaft auf ihrer IX. Versammlung in Basel angenommenen Namen / Eingeleitet und im Einverständniss mit dem Redactionsausschuss erläutert, von Wilhelm His. Source: Wellcome Collection.
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![Das Lig. talocalcaneum anterius (Toldt) ist ein Verstärkungs- band des vorderen Theiles der Capsula articularis talocalcanea und ist im Sinus taisi unmittelbar an der vorderen Seite der Artic. talocalcanea, in (;inigem Abstände hinter dem Lig. talocalcaneum interosseum zu finden (Toldt). * Myologie. Pars orbitalis m. orbicularis oc. [M. Horneri]. Wird von der Seite der Orbita her die Lidmusculatur praeparirt, so stösst man hinter dem Thränensack auf jene viereckige Muskelplatte, welche unter dem Namen des Horner'sehen Muskels bekannt ist. Die Höhe der Platte beträgt 5 — 6™™, der mediale Hand haftet an der Crista lacrimalis des Thränen- beins. Lateralwärts überschreitet die Muskelplatte den medialen Augen- winkel und theilt sich somit in zwei, in die Lider übergehende Schenkel. Um die weitere Fortsetzung der beiden Muskelschenkel zu verfolgen, muss der Tarsus von der Rückseite des Lides abgelöst werden. Alsdann erkennt man ohne Schwierigkeit den Uebergang der Fasern des Hörn er'sehen Muskels in die der Lidspalte am nächsten liegenden Faserzüge des M. orbi- cularis. Einige der hinteren Oberfläche angehörige ßündelchen verlaufen gekreuzt, vom unteren Rande des Horner'sehen Muskels zum oberen Lid und umgekehrt. Nach diesem Befunde ist der Hörn er'sehe Muskel als ein Theilstück des M. orbicularis aufzufassen. Während die Haupt- masse der Fasern mit dem vor dem Thränensacke liegenden Lig. palpe- brale mediale in Verbindung steht, nimmt die Pars lacrimalis ihren Weg hinter dem Thränensacke vorbei.^ M. quadratus labii superioris ist mit drei Köpfen, einem Caput angulare, C. infraorbitale und C. zygomaticum angenommen worden. Es ist dies nicht ohne Opposition geschehen. Es hatte sich Krause schon in seinem ersten Abstimmungsheft (S. 60) gegen die Zusammenfassung der drei MM. levator labii superioris proprius, levator labii supe- rioris alaeque nasi und zygomaticus minor zu einem einzigen aus- gesprochen und betont, dass man dadurch nun vier Namen anstatt drei bekomme. Noch energischer als Krause hat sich Schwalbe (Absth.S. 145) gegen die Zusammenfassung getrennter Muskeln unter einen gemeinsamen Namen, wie Triceps surae und Quadratus labii superioris gewehrt. Er ist indessen mit seinem Protest nicht durchgedrungen. Offenbar haben die 1 Eine nach Durclischuitten entworfene Darstellung vom Verbalten des Homer', scheu Maskeis und eine sehr instructive Zeichnung eines horizontalen Durchschnittes der Thränensackgegend finden sich in der topographischen Anatomie von J. Gerlach. München und Leipzig 1891. S. 172 ff.](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b2121864x_0126.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)