Die anatomische Nomenclatur. Nomina anatomica : Verzeichniss der von der anatomischen Gesellschaft auf ihrer IX. Versammlung in Basel angenommenen Namen / Eingeleitet und im Einverständniss mit dem Redactionsausschuss erläutert, von Wilhelm His.
- Wilhelm His
- Date:
- 1895
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Credit: Die anatomische Nomenclatur. Nomina anatomica : Verzeichniss der von der anatomischen Gesellschaft auf ihrer IX. Versammlung in Basel angenommenen Namen / Eingeleitet und im Einverständniss mit dem Redactionsausschuss erläutert, von Wilhelm His. Source: Wellcome Collection.
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![oder M. sternocleido-occipitomastoideus durch v. Bardeleben, M. biceps colli durch v. Kölliker, M. obliquus colli durch Toldt. Fasciculi transversi [Aponeurosis palmaris] sollen nicht die ge- Avöhnlichen Querfasern der Aponeurose sein. Der Name ist vielmehr für das Band gewählt worden, welches Braune (mit einem meines Ermessens glücklicheren Ausdrucke) Lig. natatorium genannt hatte. Dies Band, welches meines Wissens von Braune zuerst in seiner Existenz und Be- deutung gewürdigt worden ist, besteht aus starken, unmittelbar unter der Haut liegenden, die Basen der Finger verbindenden Querfaserzügen. Eine kurze Erwähnung desselben findet sich in der unter Braune's Leitung entstandenen Arbeit von M. Grapow.^ Ich füge eine Federskizze des Bandes bei, die nach einer Zeichnung des Braune'schen Nachlasses ent- worfen ist. Andeutungsweise finden sich die Streifen des Lig. natatorium Braune's schon bei Sappey^ abgebildet. Zwischen den zu den Finger- basen verlaufenden Längsstreifen, seinen „bandelettes zeichnet Sappey ein System von Querfaserzügen, welche den Raum bis beinahe zum Finger- ansatz hin ^ununterbrochen ausfüllen. Diese Querstreifen lässt er von den Köpfchen der Metacarpalknochen ausgehen. Von Braune und Grapow wird das physiologische Hauptgewicht darauf gelegt, dass zwischen den Streifen des Lig. natatorium und der eigentlichen Palmarfascie ausgiebige Lücken für den Durchtritt von Venen vorhanden sind, wodurch die Ein- richtung die Bedeutung eines Saugapparates bekommt. Scalenus minimus ist der kleine zwischen den Plexus brachialis und die Art. subclavia sich einschiebende Muskel, welcher vom Querfortsatz des 6. oder des 6. und 7. Halswirbels zur ersten Rippe und mit einer ferneren Anheftung zur Pleurakuppel geht. Der Muskel ist schon von Albin beschrieben worden, seine Bedeutung als Spanner der Pleurakuppel hat besonders Zuckerkandl hervorgehoben.^ Zuckerkandl hat den Muskel unter 60 Leichen 22 Mal beiderseits vorhanden, 17 Mal beiderseits fehlend, 12 Mal nur rechts und 9 Mal nur hnks vorhanden gefunden. Wenn der Muskel fehlt, so findet sich an seiner Stelle ein von den unteren Halswirbeln zur Pleurakuppel und zur ersten Rippe gehender Bandstreifen das Lig. costopleurovertebrale von Zuckerkandl. Ligamentum fundiforme penis. Unter dem Namen eines Lig. Suspensorium penis superficiale s. elasticum hat Luschka* ein fast aus- ^ Ueber die Anatomie und physiologische Bedeutung der Palmaraponeurose. Dies Archiv. 1887. S. 155. ^ Traite d'Anatomie. 1876. II. S. 363. ^ His und Braune, Zeitschrift für Anatomie und EntioickeluufisgeschicJite. 1877. Bd. II. S. 56 if. ■* Topografhische Anatomie des Beckens. S. 320.](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b2121864x_0128.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)