Die anatomische Nomenclatur. Nomina anatomica : Verzeichniss der von der anatomischen Gesellschaft auf ihrer IX. Versammlung in Basel angenommenen Namen / Eingeleitet und im Einverständniss mit dem Redactionsausschuss erläutert, von Wilhelm His.
- Wilhelm His
- Date:
- 1895
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Credit: Die anatomische Nomenclatur. Nomina anatomica : Verzeichniss der von der anatomischen Gesellschaft auf ihrer IX. Versammlung in Basel angenommenen Namen / Eingeleitet und im Einverständniss mit dem Redactionsausschuss erläutert, von Wilhelm His. Source: Wellcome Collection.
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![uübedenklicli über Bord geworfen werden. Die von der Cominission an- genommenen Namen sind: Labium vocale für den prismatischen Gesammtkörper, Plica vocalis für die Schleimhautfalte, Lig, vocale für das elastische Band, M. vocalis für den in der Stimmlippe gelegenen Muskel, Glottis für den Stimmapparat, und Eima glottidis für die Stimmritze. Letztere beiden Worte werden also im ähnlichen Sinne unterschieden, wie Os der Mund und Eima oris die Mundspalte. Für die unechten Stimmbänder der älteren Anatomen pflegen die Aerzte das bequemere Wort „Tascheuband zu gebrauchen, bei dessen An- nahme haben wir: Plica ventricularis, Taschenfalte, Lig. ventriculare, Taschenband, M. ventricularis, Taschenfaltenmuskel; die von den beiden Taschenfalten eingefasste Spalte, die Glottis spuria der älteren Anatomen heisst, da sie den Ausgang des Vestibulums bildet, Eima vestibuli. Von den früheren Mm. thyreo-arytaenoidei der Autoren heissen so- mit jetzt: der M. thyreo-arytaenoideus internus M. vocalis, der M. thyreo-arytaenoideus externus (Henle) M. thyreoarytaenoideus, der M. thyreo-aryepiglotticus (Henle) oder 1 „ . , . M. thyreo-arytaenoideus superior medialis (K r a u s e) i Macula flava soll die Stelle eines am vorderen Ende des Lig. vocale, in letzterem gelegenen elastischen Knötchens bezeichnen, das durch die Schleimhaut durchschimmernd, der letzteren eine gelbliche Färbung ver- leiht. Das Knötchen besteht aus einer Anhäufung von elastischem Gewebe, welches Luschka und Fränkel für Faserknorpel hielten. Mit dieser Macula flava ist die in unserem Verzeichniss unbenannt gebliebene Macula lutea nicht zu verwechseln, welchen Namen B. Fränkel^ dem am hinteren Ende des Lig. vocale ebenfalls durch die Schleimhaut durchschimmernden Netzknorpel beilegt, der das vordere Ende des Proc. vocalis cart. arytae- noideae überdeckt. (Kr.) Cartilago cuneiformis [Wrisbergi]. Die Bezeichnung als Wris- berg'scher Knorpel ist neuerdings von FränkeP beanstandet worden, weil ^ Ärcliiv für Laryngologie. 1894. Bd. I. S. 14. ^ Archiv für Laryngologie. Bd. IL Heft 2.](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b2121864x_0141.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)