Die anatomische Nomenclatur. Nomina anatomica : Verzeichniss der von der anatomischen Gesellschaft auf ihrer IX. Versammlung in Basel angenommenen Namen / Eingeleitet und im Einverständniss mit dem Redactionsausschuss erläutert, von Wilhelm His.
- Wilhelm His
- Date:
- 1895
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Credit: Die anatomische Nomenclatur. Nomina anatomica : Verzeichniss der von der anatomischen Gesellschaft auf ihrer IX. Versammlung in Basel angenommenen Namen / Eingeleitet und im Einverständniss mit dem Redactionsausschuss erläutert, von Wilhelm His. Source: Wellcome Collection.
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![Venen. Solche Stämmchen hat Braune beim Ervyachsenen stets in Ein- oder Mehrzahl nachzuweisen vermocht, in einem Fall ein stärkeres ünkes und ein schwächeres rechtes. Diese Stämmchen sind nur nach abwärts injicirbar und dasselbe gilt von den Abzügen nach den Yv. epigastricae hin. Einen geschlossenen Venenring an der Innenseite des Nabels ver- mochte Braune beim Erwachsenen nie aufzufinden, dagegen gelang es ihm wiederholt, in der Nähe des Nabels von subcutanen Netzen aus die nach abwärts zur Blase und zu den Vv. epigastricae führenden, nach aufwärts die parumbilicalen Venen anzufüllen. Bei diesem Stand der Dinge ist es besser, den Namen der Burow'- schen Venen fallen zu lassen und von Vv, umbilicovesicales und Vv. umbilicoepigastricae zu sprechen, wobei die Zusammensetzung dieser Namen sofort auch die Richtung des Blutstromes angeben soll. Für die nach oben abgehenden Vene des Burow'schen Systems möchte ich den Namen V. supraumbilicalis vorschlagen. Diese V. supraumbilicaüs verläuft nun bis zu ihrer Einmündung mit den Parumbilicalvenen von Sappey, Von den letzteren zeichnet sich nach Sappey und nach Braune die eine durch bedeutendere Stärke aus. Während nun Sappey jegliche Beziehung seiner Venen zu der ursprünglichen V. umbilicalis in Abrede stellt, behauptet Baum- garten, dass die stärkste unter den Sappey'schen Venen (die V. parum- bilicalis major, wie man sie im Gegensatz zu den minores nennen könnte) stets als Burow'sche Vene, bezw. als Rest der V. umbili- calis zu bezeichnen sei. Diese letztere Behauptung scheint mir von Baumgarten nicht erwiesen zu sein. Selbst dann, wenn man Baum- garten's keineswegs selbstverständliche Voraussetzung annehmen will, dass die „Burow'schen Vene gelegentlich eine hohe, bis zur Leber hinauf- reichende Einmündung haben kann, so bleibt es doch unverständlich, wie ein auf die V. umbilicalis zurückzuführender Canal anderwärts als in den Sinus venae portae ausmünden kann. Fasse ich die für die Frage der Namengebung wichtigen und durch Beobachtung am Erwachsenen festgestellten Punkte zusammen, so existiren: lieber dem Nabel: 1. Vv. parumbilicales [Sappeyi], welche von der Nabelgegend aus zur Leber emporsteigen und in deren Substanz sich einsenken. In Be- gleitung dieser Vv. parumbilicales verläuft: 2. V. supraumbilicalis (Baumgarten's Burow'sche Vene), welche in das obere, offen gebliebene Ende der V. umbilicales einmündet. (Einige unabhängig von der V. supraumbilicalis einmündende Bauchvenenstämmchen bezeichnet Baumgarten als Schaltvenen.) Ferner sind Unter dem Nabel vorhanden:](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b2121864x_0162.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)