Zusätze zur Lehre vom Baue und den Verrichtungen der Geschlechtsorgane / von Ernst Heinrich Weber.
- Ernst Heinrich Weber
- Date:
- 1846
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Credit: Zusätze zur Lehre vom Baue und den Verrichtungen der Geschlechtsorgane / von Ernst Heinrich Weber. Source: Wellcome Collection.
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![Anschwellung DD bilden. Ich habe diesen Uterus masculmm der physiolo- gischen und pathologischen Section der Versammlung der deutschen Naturfor- scher, welche im Jahre 1 841 in Braunschweig stattfat)d, vorgezeigt, und die anwesenden Naturforscher und unter ihnen Professor Lichten stein aus Ber- lin, überzeugten sich davon, dass dieses Organ seiner Lage und Gestalt nach dem Utei-us entspreche). Es fehlt bei dem Biber keiner der andern Theile des männlichen Ge- schlechtsapparates, welcher in dieser Gegend liegen konnte. Neben den Vum (leferentibus befinden sich nämlich die Saamenblasen, Vesiculae seminales, s welche bei dem erwähnten Biber sehr gross und mit einer w eisslidien, dicl^, durch Spiritus gerinnenden Flüssigkeit erfüllt waren. An der Stelle, vyo die Prostata zu liegen pflegt, sieht man eine Zahl sehr länglicher Blasen mit dün- nen Wänden, von denen bisweilen mehrere durch einen gemeinschaftlichen langen engen Ausführungsgang p untereinander verbunden sind. In der Nähe des Orlcs, wo sich die Corpora cavernosa vereinigen, sieht'man die Glanclulas Cowperi C. die hier sehr gross sind. * Der Uterus masculinus ölTnet sich mit einer einzigen Mündung in die Urethra auf einem kleinen Vorsprunge [Caput gallinaginis), und neben dieser Mündung sah ich auf der einen Seite eine OelFnung, die die gemeinschaftliche Mündung des Vas deferens und der Saamenblase dieser Seite war. Ueber die Oeffnung des Vas deferens und der Saamenblase der andern Seite bin ich nicht zur Gewissheit gekommen. Die länglichen Blasen, die ich zusammengenom- men für eine unvollkommen entwickelte Prostata halte, öffnen sich mit vielen Gängen in die Harnröhre, in derselben Gegend wo der Uterus masculinus sich in dieselbe einmündet. Ueber den Ulerus des männlichen ausgewachsenen Kaninchens. Das erwachsene weibliche Kaninchen zeichnet sich dadurch aus, dass der Ulerus keinen einfachen Körper hat, sondern nur aus zwei Hörnern besteht, die sich einzeln in den Grund der Scheide öffnen, so dass also ein doppelter Muttermund existirt. Die Scheide ragt bei ihm zwischen Mastdai'm und Harn- blase höher hinauf als bei manchen andern Säugelhieren, und ein Theil der- .selben liegt in der nämlichen Falte der Bauchhaut, wo beim Biber und bei andern Säugelhieren der Körper des Ulerus gefunden wird. Derselbe Theil, der bei andern Säugethieren den Körper des Uterus darstellt, bildet hier den ober.sten Theil der Scheide. Dieser oberste Theil der Scheide ist daher mit .Muskelfasern versehen und wie sonst der Körper des Uterus fähig durch Rei- zung in Zusammenziehung zu gerathen. Es reicht dazu schon eine mechani- sche Reizung hin, z. B. wenn man den Theil mit der Messerspitze kratzt, noch sicherer und stärker wirkt nach meines Bruders Versuchen die Reizung dioses Theils (lurcli den magnelo - galvanischen Rolalionsapparal. I) Amtliclicr Hcriclil über tlio noimzcliiilc Vt-rsiininilimji dculsdu-i' jN;iliirfoiscIkm iiml .Arrztc zn JJiüiiii.scliwcip; im So])l(Miib(M' ISil. Hraiiiischwein ISV2. k j). 65.](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b22273980_0008.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)


