Geschichte des Foetus in Foetu / von E.A.W. Himly.
- Ernst August Wilhelm Himly
- Date:
- 1831
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Credit: Geschichte des Foetus in Foetu / von E.A.W. Himly. Source: Wellcome Collection.
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![der ATirbelsäule, in das Peilnäum gerathen sein, da es eine Periode des Fö- tuslebens giebt, wo alle diese Theile sich noch nicht durch Vereinigung ihrer Seiten in der Mittellinie geschlossen haben. Selbst in den Darm und in den Magen, möchte man glauben, hönnte ein Ei, ein Embryo erst während des Aufenthaltes im Uterus getreten sein, da diese Organe anfangs keine geschlos- sene Höhlen sind. Indefs da der Darmcanal, wenn er auch nicht aus der' Vesicula umbilicalis entsteht, doch anfänglich mit seinem mittleren Theile [an und in welchem vorzugsweise die Fötus gefunden wurden *)] innerhalb der Na- belscheide liegt, so mufs diese Umhüllung jedes Eindringen von aufsen her verhindern. Die ^rt der Entwichelunff dieser Theile stellt sich also der erst innerhalb des Uterus geschehenen Aufnahme einer zweiten Frucht entgegen. — Man liönnte zwar annehmen, dafs der zweite Embryo schon sehr früh in den Körper des ersten gerieth, als noch l^eine Spur von Darmcanal und Nabelscheide vorhanden war. Schwerlich würde dann aber ein äufserer Druck den winzip: et kleinen Embryo haben treffen und hineinpressen können. Angezogen oder angesogen konnte er ebenfalls nicht werden, indem zu der Zeit noch fast gar nichts gebildet war, was anzuziehen oder zu saugen im Stande gewesen wäre. Eine andere Möglichkeit ist die, dafs der Bauch allein, oder Bauch und Darm ~ zusammen übermäfsig lange offen geblieben wären. Da aber weder Bauch- noch Darm-Spalte, noch Ectopia viscerum bei dem einschliefsenden Kinde je vorgekommen ist, so ist dies nicht wahrscheinlich. Durch welchen sonder- baren Zufall sollte femer der Fötus zweimal von aufsen her gerade zwischen die beiden Blätter des Mesocolon transversum gedrückt oder gezögen sein? Ich sehe wenigstens nicht ein, warum er, wie Osann meinte, „wegen seiner Verwachsung mit der die Eingeweide bekleidenden Haut, mit dem Peritonäum, natürlich in dessen Duplicatur zu liegen kommen mufsle. Seine Lage im Parenchym des Hoden würde ebenfalls auf diese Art nicht erklärt werden; denn der Fötus oder das Ei würde doch nicht dahinein sich haben drücken oder ziehen lassen. ») z. B. im Jligfimoresclien Falle lag der Fötus ohngefähr da im Darme, wo man gewöhnlich die Granze zwischen Jejunum und Ileum annimmt, also ziemlich genau an der Stelle, wo nach JUeciei Msgendarm und Afterdarm^sich mit einander verbinden und in welche innerhalb der Nabelscheide das Nabelbliischen hineinttitt Auch das Coecum und Colon transversum, an welche mehrmals der Fötus befestigt war, liegen noch dort. ^ ' } ' ' ~ ~](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b21058891_0131.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)