Das Becken, topographisch-anatomisch mit besonderer Berücksichtigung der Chirurgie und Gynäkologie.
- Waldeyer-Hartz, Wilhelm von, 1836-1921.
- Date:
- 1899
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Credit: Das Becken, topographisch-anatomisch mit besonderer Berücksichtigung der Chirurgie und Gynäkologie. Source: Wellcome Collection.
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![I)('i- Krciizhcintlicil der Linea tcrniinalis tritt iiui- i^iit licrvor, wenn die Liga- menta saeroiliaca anteriora entfernt t^ind ('s. reelite l>eekeiiliiiltt(> Fig. 26). Die Foramina saeralia anteriora lassen sieli alle iilierselieii. Man gcwalirt, dass sie naeli unten an (livissc abnelinien und nälicr y.nsannnen- riieken, nnd erkennt die von ilinen lateraiwärts sicli fortsetzenden fiaelien Snlei nervosi, Nervenrinnen. Nielit selten siebt man Marken für die Ur- sprünge des Mnsenlus piriformis in l*\irm flaelier fJrnl)cn (s. Fig. 2ß, pi), zuweilen aueli als Knoelicnzacken (Fig. 2ß, st). Vom Steissbeine gewalirl man nur die 2—.'5 obci'en Wirbel, die übrigen bleil)en liinter der Sympliyse versterkt. I'eide Hüftbeine lassen ibre eigentlinmliclie, seliiffsselii'aulienälmliciic Form (Poirier) sehr gut erkennen. Die beiden Scliraubenflügel vereinigen sieh in der Gegend der Euiinentia i 1 i op ec tin e a, welche letztere bei dieser Ansieht sehr deutlich erseheint. Sie bestimmt uns zugleich den vorderen TTmfang der llüftgelcnkspfanne, ferner die Vereinigungsstelle zwischen Os iliuni und Os |)ubis. Nicht selten kommt es hier, meist dem Ansätze des Musculus psoas minor entsprechend, zur Entwicklung abnormer Knochenstacheln, (ein kleines Exemplar dieser Art siehe bei x Figg. 12, 13 u. 26). Ist das Oberschenkelbein mit dem Hüftbeine noch verbunden und sind die Bänder erhalten, so ist der Pfannenrand zwar durchzufühlen, jedoch nicht zu sehen, da die mächtigen Kapselbändcr ihn fast ringsum verhüllen. Hinten zwar (siehe Fig. 27), wo die Bänder schwächer sind, lässt sich der Pfonnenrand auch durch das Gesicht einigermaassen wahrnehmen. In dieser Gentralgegend der Hüftbeine sieht und fühlt man noch den oberen Beginn des P e c t e n o s s i s ]i u 1) i s medianwärts von der Emineutia ilio- pcctinea; lateraiwärts von ihr die Spina iliaca anterior inferior (Fig. 26). Unter ihr und dicht an ihr liegt der höchste Punkt des Limbns a c c t a b u I i, der auch etwas vorspringt und von Anheftungen des L i g a- ra e n t u m i 1 i o f e m o r a 1 e geAvöhnlich rauh und verdickt erscheint. Nach oben breitet sich, in voller Entfaltung sichtbar, die Darm bein- s c h a u fei aus. Es markiren sich an ihrem oberen Rande: 1) ihr höchster Punkt, näher zur Wirbelsäule gelegen: 2) der sich verdickende und abgerundete vor- dere Rand in der S])ina iliaca anterior superior endend; letztere sieht etwas nach abwärts. Ferner gewaiirt man die dünnste Stelle der Darm- bein seh au fei, meist etwas näher dem Kreuzbeine gelegen (siehe Fig. 26, Pars ten. oss. ilium und Fig. 25 t), und die beiden früher beschriebenen massiven sie umschliessenden Knochenpfeiler. Sind die Bänder entfernt, so kann man auch einen Theil der Tuberositas iliaca erkennen, der in ziem- lich beträclitlicher Ausdehnung hinten und lateral die Seitentheile des Kreuz- beines überragt. Zwischen Spina iliaca anterior superior und inferior hat man die T n c i s u r a iliaca m i n o r und darunter die I n c i s u r a i 1 i a c a m a i o r (zwischen der unteren Spina und der Euiinentia iliopcctinea) vor sich. Das untere Stück des Os coxae, das Isc h i o jtu b i cum, sieht man in seiner vorderen Fläche nahezu mit allen seinen Theilen. Die vordere S c h a m-](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b21204792_0096.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)