Ueber relativen und absoluten Mangel des Farbensinnes / von E. Raehlmann.
- Eduard Raehlmann
- Date:
- 1900
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Credit: Ueber relativen und absoluten Mangel des Farbensinnes / von E. Raehlmann. Source: Wellcome Collection.
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![Das maclit sich nicht uHoiii Ijci zeiitriilcr Fixation, .sondern auch bei oxcentrischer bemerkhar, indem die periphere Sehschärfe hei Frau Prof. U. durchschnittlicli dieselbe ist, als b(;im Controll- aujre. Es muss hier jedoch besonders hervor<;ehobe]j werden, dass auch bei ihr die Sehschärfe der Macula lutea der nächsten Umgebun; bedeutend überlegen ist, was sich b(ü der Messung aucli mit den kleinsten Fixirobjecten unzweifel- haft ergiebt. Es ist demnach keine Gleichwwü thigkeit der nächsten üm<i-ebung der Macula und dieser selbst vorhanden, wie in dem FairUhthoff's,^) noch auch ein plötzliches Abfallen der Seh- schärfe vom Centrum in die nächste Peripherie, wie heim Falh^ von Hippels^) sondern die Sehschärfe verhält sich zwischen Centrum und Peripherie genau so, wie beim. Normalauge, Schneller's Sehprobe No. 15 = 7,5 Mm. wurde z. B. am ' Forster'schen Perimeter bei wiederholten Versuchen von Dr. Engelmann erkannt: im horizontalen Meridian nach Innen bei 40 nach Aussen bei 50, von Frau Ii. entsprechend bei 45 und 60. Im verticalen Meridian nach oben und unten erwiesen sich die Grenzen ziemlich übereinstimmend. Bei der Messung des Gesichtsfeldes ergiebt sich, dass das weisse und alle farbigen Prüfungsobjekte ebenso weit gesehen werden, als das Normalauge dieselben (wenn auch in anderer Färbung) wahrnimmt; mit Ausnahme des Gelb, für welches nur ein sehr enges Gesichtsfeld besteht. Für grössere farbige Quadrate von 15 Mm. Seite liegen für roth, gelb, grün und blau die Grenzen beim Normalauge sämmtlich nasalwärts zwischen 50 und 60, temporal zwischen 80 und 90. Bei unserer total Farbenblinden fallen die Grenzen ebenso fast mit den normalen Gesichtsfeldgrenzen zusammen. Nur das gelbe Quadrat wird trotz seiner Grösse nasal nur bis 25, temporal nur bis 40 mühsam gesehen. Für kleinere Quadrate von 4 Mm. Seite finden sich folgende G-renzen im horizontalen Durchmesser des Gesichtsfeldes für Weiss temporal 60 nasal 50 „ Roth „ 45 „ 43 „ Grün „ 47 „ 35 „ Blau „ 48 „ 40 „ Gelb aber „ 25 „ 20 Für Gelb ist also das Gesichtsfeld in«unseren Falle bedeutend eingeengt, während für die übrigen Farben das Gesichtsfeld nicht vom normalen abweicht. Der auffallendste Befund bei unserer Untersuchung ist das Verhalten der Empfindung der -farbenblinden Augen gegen Gelb. Genau die Stelle des Spectrums, welche vom Normalauge als die Hellste gesehen wird, erscheint der absolut Farbenbhnden als die 1) Uhthoff. Bericht über die 27. Versammlung der ophtha!molosischen Gesellschaft Heidelberg 1898, pag. 160. 5) V. Hippel (ebenda pag. 157).](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b21635894_0022.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)


