Ueber relativen und absoluten Mangel des Farbensinnes / von E. Raehlmann.
- Eduard Raehlmann
- Date:
- 1900
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Credit: Ueber relativen und absoluten Mangel des Farbensinnes / von E. Raehlmann. Source: Wellcome Collection.
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![' Zustandekommen der physiologischen Farbenempfindung, zur Er- klärung der absoluten Farbenblindheit erwarten sollte, dass es in hohem Grade wünschenswerth erschien, die Prüfung der Empfind- lichkeit des total l'arbeublinden Auges gegen spectrales Licht zu wiederholen und zwar unter Bedingungen, welche weniger Fehler- quellen enthalten, als die Untersuchung ara subjectiven Spectrum des S])ectrala])parates. Dagegen müsste die Untersuchung an einem objectivea Spectrum von möglichst grosser Lichtdispersion, d. h. einem möglichst lang ausgedehnten Spectrum zuverlässige Resultate geben. Da die Untersuchungszeit zwischen allen Betheiligten genau im Voraus bestimmt werden musste, wurde vom Sonnenspectrum abgesehen. Herr College Sadowski, Professor der Physik der hiesigen Universität, hatte die Güte, für unsere Zwecke mittelst einer elektrischen Bogen-Lichtquelle von ca. 500 Normalkerzen und einem Fluitglasprisma im Dunkelcabinet des physicalisöhen Instituts ein objectives Spectrum von ca. ^/^ Meter Ausdehnung auf einem ausgespannten weissen Papier zu entwerfen. In Folge der starken Dispersion sind die einzelnen Farbenfelder verhält- nissmässig breit und da in unserem Falle jede Verschiebung der- selben ausgeschlossen war, konnten sie bequem übersehen werden und gestatteten genaue Angaben ihrer Lage. Frau ;^rof. R. hat auf dem Papier genau die Stellen durch Striche bezeichnet, welche in ihrer Empfindung durch Helligkeit hervortraten. Das Originalpapier ist dann photographisch ver- kleinert und findet sich in Fig. 1 abgebildet. Frau R. sieht das BlAV üRTCN GELB Wlf KTt. I I iE ÄT OL, 395 m s/o k Fig. 1. ganze Farbenspectrum auch hier als Lichtstreifen, in Letzterem aber verschiedene Helligkeiten. Die weitaus hellste Stelle des ganzen Spectrums liegt im Grün (Fig. 1 bei a) eine minder helle Stelle im Blau bei b und eine dritte helle Stelle bei c im Roth. Die Stellen im Blau bei b, und im Roth bei c sind un-](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b21635894_0008.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)


