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Credit: Adeno-Myome des Uterus / von Thomas S. Cullen. Source: Wellcome Collection.
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![theils solid. Der mehr peripher gelegene oder freie Theil war in eine dünn- wandige, umegelmässige und theilweise mii Blul gefüllte Cyste verwandelt. Der solide Theil bestand aus myomatösem, von mehreren kleinen Cysten durchsetztem Gewebe, von dcnvw einige niclrl mehr als 1 nun. andere über 1 cm im Diameter maassen. Bei der histologische!] Untersuchung zeigte sich, dass die grosse Cyste in der Nähe der soliden Area lag und mii einer Schichl Cylinderepithel ausgekleidei war, aber wo die Wände sehr gespannt und dünn waren, das Epithel sehr niedrig geworden oder ganz verschwunden ist. Bei einer geringen Vergrösserung, in Fig. 29, bemerkt man, dass die durch den ganzen soliden Theil zerstreuten cystischen Räume mit einer Schicht Cylinder- epithel ausgekleidete dilatirte Drüsen sind. Von diesen sind einige durch das typische Stroma vom Muskel getrennt. In keinem der vorhergehenden Fälle sprach irgend etwas für das Vorhandensein von Adenomyomen -im Uterus- körper. Im Falle 3293 haben wir ein anderes Beispiel eines cystischen subperi- tonealen Adenomyoms. Wie in der Anamnese bemerkt, war der Uterus stark vergrössert, hauptsächlich in Folge der Anwesenheit eines grossen submucösen und eines von der linken Seite entspringenden sehr grossen subperitonealen und gestielten Myoms. Aus der rechten Seite des Fundus ragte ein 6 X 5,5 X 5 cm messendes Knötchen hervor, welches weich und teigig war und über eine volle 5 cm weite Fläche aus dünnwandigen Cysten bestand (Fig. 30). Bei der histologischen Untersuchung fand man, dass die Cystenwände aus myomatösem Gewebe bestanden und die Höhlen mit einer Schicht cylin- drischen Flimmerepithels ausgekleidet waren (Fig. 31). Die Zellen glichen genau denen der normalen Uterusschleimhaut. An einigen Stellen waren die Wände der Höhle in kleine säulenartige Falten zusammengefasst. An anderen Stellen wurden unregelmässige Höhlen durch die Wände überall zerstreut ge- funden. Diese glichen genau der in der Uterusschleimhaut so oft beobachteten Drüsenhypertrophie. An einigen Stellen zeigten die Cystenwände Zeichen alter Hämorr.hagien, indem ihre Zellen grosse Mengen von feinem, gelbem. körnigem Pigment in sich aufgenommen hatten. Auch hier haben wir ein subperitoneales Adenomyom mit Elementen, welche der Uterusmucosa genau gleichen. Interessant ist der Fall Neumann's1). Bei einer 44jährigen Frau fand er ein faustgrosses interstitielles und auf der Vorderfläche des Uterus in der Nähe der Cervix ein wallnussgrosses subseröses Myom. Dicht daneben lag eine hühnereigrosse Cyste mit breiter Basis. Die Cystenwände bestanden aus Uterusmuskel, der nahe der Basis 3 mm dick war, aber dünner werdend an der convexen und freien Oberfläche nur noch die Dicke von Pergament besass. Die Innenfläche der Cyste war glatt und die Höhle enthielt eine coagulirte, bröcklige, etwas graue Masse. Diesen Cysten benachbart waren 2 andere haselnussgrosse und sehr dünnwandige. In dem Gewebe,- an der Basis jener beiden, befand sich noch eine etwa bohnengrosse Cyste, welche sich • in mehrere kleinere Höhlen theilte. Die grosse Höhle hatte eine aus Muskelgewebe zusammengesetzte Wand und war mit einer einfachen Schicht cylindrischen Flimmerepithels bekleidet. Dieses lag auf einem bindegewebigen Stroma, durch welches es vom Muskel getrennt wurde. Durch den ganzen 1) Neumann, Siegfried, Ueber einen neuen Fall von Adenom des Uterus und der Tuben mit gleichzeitiger Anwesenheit von Urnierenkeimen im Eierstock. Arch. f. Gynäkol. Bd. 58, S. 593.](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b21175329_0053.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)