Die Anomalien der Zahnstellung und die Defecte des Gaumens / deutsch von Ludwig H. Hollaender.
- Norman William Kingsley
- Date:
- 1881
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Credit: Die Anomalien der Zahnstellung und die Defecte des Gaumens / deutsch von Ludwig H. Hollaender. Source: Wellcome Collection.
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![das Zusammentreffen der Vorderzähne. In diesem Falle mufs man die Kappen, welche über die Kauflächen der Molarzähne gehen, fortnehmen, und die Platte noch länger tragen lassen, damit die nach aufsen gedrängten Vorderzähne nicht wieder in ihre alte Stellung zurück- fallen. In wenigen Tagen wird der Bifs dann wieder ein normaler, so dafs man dann die Platte entfernen kann. »Anstatt des Kautschuks kann man auch ein Metall für die Kappe verwenden, und nimmt man dazu am besten Gold. Von den Kappen geht ein Goldband rings um die labiale Fläche der Zähne, und durch dieses werden den einzelnen Zähnen gegenüber Löcher gebohrt. Um den Hals eines jeden Zahnes und durch die entsprechenden Löcher wird ein starker Seidenfaden gezogen und an der äufseren Fläche des Bandes fest zusammengeschnürt: Fig. 119 i). Nach und nach werden die Zähne gegen das Band hingezogen, aber dies ge- schieht sehr langsam und aufserdem müssen die Ligaturen häufig erneuert werden. «Anstatt der seidenen Fäden habe ich gewöhnlich Gummiringe angewendet. Die- selben ziehen gieichmäfsiger, brauchen nicht so oft gewechselt zu werden, und ihre Wir- kung ist eine schnellere. (Wie die Gummiringe angelegt werden, ist früher mitgetheilt). »Die Drehung der mittleren Schneidezähne um ihre Achse, ist nicht so selten. Entweder können beide Zähnegleichmäfsig, oder es kann ein Zahn mehr als der andere, oder es braucht nur ein einziger Zahn um seine Achse gedreht zu sein. Die mesialen Flächen sind entweder nach dem Gaumen, oder nach den Lippen zu gerichtet, oder der eine Zahn steht nach der einen und der andere nach der ande- ren Seite gewendet. rtln dem einen Fall, den ich kürzlich in Behandlung nahm, brach der rechte mittlere Schneidezahn im Alter von 13 Jahren mit der lingualen Fläche parallel zur mesialen Seite des Mundes durch. Der Zahn ist etwa um Yi gedreht, es sind aber auch schon Fälle beschrieben, in denen die Zähne halb um ihre Achse gedreht waren, und ihre linguale Seite der Lippe zuwendeten. Da hier der rechte mittlere Schneide- zahn bis zum 13.Jahre nicht durchgetreten war, hatten sich die Kronen des rechten seitlichen und linken mittleren Schneidezahnes 1) Fig. 119 zeigt Metallka])pen, welche genau den Molarzälinen anliegen, und ein von ihnen ausgehendes Melallband, welches um die Vorderzähne herumgeht, und an welches die Zälme mit den seidenen Fäden angezogen wurden.](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b21216691_0144.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)