Das Reichsgesundheitsamt, 1876-1926 : Festschrift / herausgegeben vom Reichsgesundheitsamt aus Anlass seines fünfzigjährigen Bestehens.
- Date:
- 1926
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Credit: Das Reichsgesundheitsamt, 1876-1926 : Festschrift / herausgegeben vom Reichsgesundheitsamt aus Anlass seines fünfzigjährigen Bestehens. Source: Wellcome Collection.
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No text description is available for this image![u — Krieg als Sprengſtoffe gebrauchten Nitrokörper der aromatiſchen Reihe, über den Abertritt der Beſtandteile des Meſſings (Zink, Kupfer) beim Schmelzen in den menſchlichen Körper und über das dadurch erzeugte Gießfieber, außerdem über die läſtigen und zum Teil langdauernden Hautentzündungen, die eintreten bei der Berührung der Harzemulſion, des zuweilen in botaniſchen Gärten angepflanzten Giftſumachs IRhus toxieodendron]!), desgl. über die durch die Gifthaare der Zierpflanze Becherprimel (Primula obeonica) hervorgerufenen Haut- entzündungen. Auch die arjenige Säure, der Nachweis von Arſen in Tapeten, die Verbin- dungen des Antimons, die Blaujäure und das Blei, bejonders in Jhwerlösliher Form, gaben zu toxifologiijhen Unterfuhungen Anlaß. Faſt alle Betriebe, die Sprengitoffe oder Gas— fampfitoffe herjtellten, wurden während des Krieges bejichtigt und hinlichtlich des Jahgemäßen Gejundheitsichuges — 3. T. auf Grund eigener Experimentalunterfuhungen an Tieren — belehrt. Die Kriegszeit brachte Sonderaufgaben, wie die Feltitellung der toxikologiſchen Wir- tungen des Guanidinperdhlorats, des Diäthyltoluidins und anderer Verbindungen, mit ji). IV. Gefundheitsfürjorge nnd Wohlfahrtsweien. 1. Hygiene der Lebensmittel und Gebraudhsgegenitände. a) Im allgemeinen. aa) Ernährung. Die Fürforge für eine ausreichende und zwedmähige Ernährung des einzelnen Menjchen wie der Gejamtheit des Volkes ijt eine der widhtigjten Aufgaben auf dem Gebiet Der öffentlichen Gejundheitsfürjorge und bejchäftigt daher das NReichsgejundheitsamt unaus— gejegt jeit jeiner Begründung. Dieje Aufgabe gewann eine bejondere und erhöhte Be- Deutung während der Kriegsjahre und der Nachkriegszeit. Nachdem ſchon in den 80er Jahren Studien über die Brotfrage und Unterfuhungen über Kunjtbutter ausgeführt worden waren, wurde in dem im Jahre 1894 erjtmalig vom Reihsgejundheitsamte herausgegebenen „Gejundheitsbüchlein“ die Auffallung der Wiljen- Ihaft über eine ſachgemäße Ernährung niedergelegt und dabei die Anſchauung vertreten, daß der Ernährungsitand der arbeitenden Volksſchichten und insbejondere der Großitadt- bevölferung möglihjt hoch zu halten jet. Im bejonderen ijt die Frage der Gewinnung geeigneter Speijefette eingehend bearbeitet worden, indem zahlreiche in anderen Exdteilen gewonnene Fette jowie pflanzlide und tieriiche Ole auf ihre Beichaffenheit ſowohl in ihrem urfprünglihen Zujtande als auch nad) ihrer Härtung chemiſch und tierphyſiologiſch unterfuhht wurden. Zahlreiche Bergiftungsfälle in Hamburg-Altona, die im Jahre 1910 durch Marattifett (Backa-Margarine) eingetreten waren, gaben zu einer einheitlihen Anordnung aller Länder Anlaß, daß bisher nicht ge— bräuhlihe Wette vor ihrer Verwendung in der Speijefettindujtrie fortan dem Reichs» gefundheitsamt zur Unterfuhung einzufenden find. Bon den unterfuhten Proben wurde 3. B. das DI der Kemirinüffe?) auf Grund pharmakologiicher Unterfuhungen als unzuläflig ) Bgl.3.B. die preußifchen Polizeiverordnungen vom 14. Auguft 1924 (Reihsanz. Nr. 195, Veröff. d. REN. ©. 718) und vom 8. September 1925 (Reichsanz. Nr. 213: R.Gefundh. BI. 1926, ©. 78).](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b32186344_0090.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)