Grundriss der Augenheilkunde unter besonderer Berücksichtigung der Bedürfnisse der Studirenden und practischen Aerzte.
- Knies, Max, 1851-1917.
- Date:
- 1892
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Credit: Grundriss der Augenheilkunde unter besonderer Berücksichtigung der Bedürfnisse der Studirenden und practischen Aerzte. Source: Wellcome Collection.
Provider: This material has been provided by the Harvey Cushing/John Hay Whitney Medical Library at Yale University, through the Medical Heritage Library. The original may be consulted at the Harvey Cushing/John Hay Whitney Medical Library at Yale University.
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No text description is available for this image![Narcose bei Operationen. aus und lässt l)is zum Beginn der Operation ein in die gleiche Lösung getauchtes Leinwandläppchen auf den geschlossenen Lidern liegen. Die antiseptische Vorbereitung des Operirenden und etwaiger Assistenten geschieht wie bei jeder chirurgischen Operation. Aerztliche Assistenz ist bei Narcose nicht zu entbehren und immer angenehm; doch können fast alle Operationen auch ohne solche ausgeführt werden. Zur Des- infection der Instrumente benutze man 5 °/o Carbolsäure (*/4—Va Stunde lang) und lasse sie dann in Vi2—2 °/o Lösung liegen; alle anderen Antiseptica greifen dieselben mehr oder weniger rasch an. Im übrigen lässt sich der Zweck, die Instrumente keimfrei zu machen, auch auf andere Weise erreichen. Das angegebene Verfahren erscheint mir aber bis jetzt als das zweckmässigste. Allgemeine Narcose ist nicht oft nöthig und bei Operationen mit Eröffnung des Auges womöglich zu vermeiden. Wird sie doch ange- wandt, so muss sie sehr tief sein. Dagegen kann ein sehr ausgedehnter Gebrauch von der örtlichen Narcose durch Cocain gemacht werden. Bei allen Operationen an Lidern, Thränensack, Bindehaut, Hornhaut und an den äusseren Augenmuskeln darf man ad maximum cocainisiren und 6—8 Tropfen einer 2%igen Lösung binnen lU Stunde einträufeln. Fig. 1. Fig. 2. Bei Operationen an der Iris, also auch bei Staaroperationen, ist volle Cocainwirkung nicht wünschenswert!], weil dann die gelähmte und un- empfindliche Iris künstlich zurückgebracht werden muss. Hier träufelt man am besten nur ein bis zwei Minuten vorher einige Tropfen ein, um die Bindehaut und Hornhaut oberflächlich unempfindlich zu machen. Bei der kurzen Dauer der meisten inneren Augenoperationen ist dies genügend. Es ist aber zweckmässig, die zu benützende Lösung kurz vor dem Gebrauch einige Minuten zu kochen und dann zu filtriren, weil sie häufig pilzhaltig ist. Bei Operationen mit Eröffnung der vordem Kammer, bei welchen ein Irisvorfall möglich ist, ist das gleichzeitige Einträufeln eines Tropfens Eserinlösung oft recht zweckmässig. Man](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b21017517_0021.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)