Ein Fall von primärem Sarkom der Gallenblase ... / vorgelegt von Paul Hotes.
- Hotes, Paul (Peter Paul), 1877-
- Date:
- 1910
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Credit: Ein Fall von primärem Sarkom der Gallenblase ... / vorgelegt von Paul Hotes. Source: Wellcome Collection.
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![Hier wiederum das regellose Geflecht der Spindelzellen, zwischen denen sich (bei Gieson-Färbung) feine Bindegewebsfibrillen er¬ kennen lassen, aber keine dichteren Züge. Auffallend ist, daß sich dann ziemlich mitten in der Geschwulstmasse noch Zylinder¬ epithelgänge befinden mit allen Charakteren der Gallengänge, meist von etwas Bindegewebe zirkulär umgeben. Selbst feinere Gallengänge sind noch gegen den Rand ganz deutlich erhalten. Auch hier sieht man das gleiche Vordringen zwischen die Leber¬ zellenbalken wie bereits beschrieben. Dort, wo die Geschwulst einen breiten Zug von Glissonscher Kapsel erreicht, mit größeren Gallengängen und Arterien, sind sie wohl gut zu erkennen und erhalten, dagegen ist die Wand der Pfortader vollständig von Geschwulstzellen durchsetzt und ihr Lumen ausgefüllt. In den Gefäßen sieht man wieder den reinen be- schriebenen Geschwulstcharakter. IV. Leber mit Zwerchfell: Interessant ist der Abschnitt, wo die Geschwulst die Leber¬ kapsel durchbrochen hat und mit dem Zwerchfell verwachsen ist. Die Geschwulstzellen durchsetzen die Leberkapsel, füllen den Raum zwischen Leber und Zwerchfell aus in radiärer Richtung, dringen aber nicht in die Muskulatur; wohl aber sieht man direkten Einbruch in die Gefäße. V. Netzknoten: Den Anteil des Netzes erkennt man nur an den zerstreuten Fettgewebsmaschen, alles andere ist dicht durchflochten von Tumorzügen von gleichem Charakter wie vorher. Auch hier Nekrosen, Mitosen und spärliche Infiltration um Gefäße. VI. Drüse der Leberpforte: Wieder vollständige Aufhebung des Drüsencharakters, Kapsel vollständig verloren gegangen. An den Randpartiei] noch Anhäufung von Lymphozyten.](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b30615483_0012.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)