Beiträge zur mikroskopischen Anatomie und Entwicklungsgeschichte der Rochen und Haie / von Franz Leydig.
- Franz von Leydig
- Date:
- 1852
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Credit: Beiträge zur mikroskopischen Anatomie und Entwicklungsgeschichte der Rochen und Haie / von Franz Leydig. Source: Wellcome Collection.
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No text description is available for this image![zukommt. Das Bauchfell nämlich, welches von der Wirbelsäule ab- und Uber die Nieren weggeht, zeigt jederseits von der Wirbelsäule hinter- einander liegende helle Stellen. Sie sind etwa 2' gross, rundlich, folgen regelmässig aufeinander und geben jedesmal einen Fingerzeig ab, dasshier unter dem Bauchfelle ein fraglicher Körper mit einem Ganglion des Sym- pathicus liegt, die zusammen dem in die Niere eintretenden Arterien- stämmchen gleichfalls aufsitzen. §13. So weit gehen die Beobachtungen. Es wird sich jetzt die Frage geltend machen, was haben diese Gebilde zu bedeuten. Hält man sich zunächst daran, dass sie durchgängig aus geschlossenen Blasen bestehen, die von etwas Bindesubstanz umhüllt, mit zahlreichen Gefässen umge- ben und voll von Zellen sind, so wird man sich bestimmt fahlen, sie ge- wissen Blutgefässdrilsen gleich zu setzen. Erwägt man ferner, dass sie nur mit den Ganglien des sympathischen Grenzstranges vereint getroffen werden und verknüpft man damit die Thatsache, dass, wie oben gemel- det wurde, auch die Glandula hypophysis des Gehirnes die Struktur von Blutgefässdrüsen besitze, so wird man sich der Vorstellung hingeben dürfen, dass das Nervensystem eigenthümliche Nebenorgane besitze, die vom Baue der Blutgefässdrüsen sind; für das Gehirn wäre ein sol- ches Nebenorgan die Glandula hypophysis, für die sympathischen Gang- lien die sogenannten Axillarherzen und die übrigen angezeigten Körper. Es scheint mir möglich, noch von anderer Seite her in das Ver- ständniss fraglicher Körper einzudringen, wenn man sie mit anderen schon bekannten Organen vergleicht. Es will mich nämlich bedünken, dass die sogenannten Axillarherzen und ihre Fortsetzungen an den sym- pathischen Ganglien als die eigentlichen Nebennieren der Knorpelfische betrachtet werden können *), und nicht die bis jetzt dafür genommenen gelben Streifen und Körper hinter den Nieren. Alle die Eigenthümlich- keiten ja, welche die Nebennieren der Säugelhiere auszeichnen und man kann wohl sagen, sonderbar machen, kehren an unseren fraglichen Kör- pern der Knorpelfische wieder. So haben erstens beide den gleichen *) Es ist mir sehr wahrscheinlich , dass die eigenthümliche Iraubige Drüse ohne Ausführungsgange zu beiden Seiten der Cardia bei Myxinoiden, die nach J o h. M ü 11 e r (Eingeweide der Fische, p. H5] aus Büscheln sehr kleiner länglicher Lobuli besteht, welche an den Blutgefässen hängen und durch lockeres Bindegewebe verbunden sind, so wie gewisse, weisse Zapfen, womit die Stämme der hintern Körpcrvenen bei Ammocoetes besetzt sind und welche Rathke und Müller gesehen haben, als Ana- loga der von mir angezeigten Gebilde zu betrachten seien. Lcydig, Rochen u. Ilaic. g](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b22282488_0023.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)