Die Verletzungen und chirurgischen Krankheiten des Beckens / von H. Tillmanns.
- Hermann Tillmanns
- Date:
- 1905
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Credit: Die Verletzungen und chirurgischen Krankheiten des Beckens / von H. Tillmanns. Source: Wellcome Collection.
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![lateralen Rande des M. rectus abdominis und das zwischen dieser und dem absteigenden Teile der Inguinalfurclie gelegene Ingninaldreieck nach W. Henke (Trigonum inguinale). Dieses Trigonum inguinale ist die schwächste Stelle der Bauchwand, sein muskulöser Teil besteht nur aus dünnen Partien des M. obliquus int. abdominis und des Trans- versus abdominis. Im unteren Ende des Inguinaldreiecks liegt der subkutane Leistenring. Bei der Rückenansiclit des Beckens sehen wir vor allem die durch die Crena ani geschiedenen Hinterbacken (Regiones glutaeae), nach oben tritt der Darmbeinkamm je nach dem Grade der Fett- ^ ablagerung mehr oder weniger hervor, Avelchem die Hilft furche ent- • lang verläuft. In der Gegend der LendeuAvirbel und des Kreuzbeins Fig. 1. Kogione.s veutniles ])elvis mit dev auf der Aiiatomouvevsammlung in Hasel 189B angenoinmeueii anatomischen No- menklatur (nach Waldeyev). Fig. 2. Regiones dorsales pelvis mit der auf der Anatomenversammlung in Hasel 1895 angenommenen anatomischen No- menklatur (nach W a 1 d e y e r). sieht man besonders bei Streckung des Rumpfes eine rautenförmige Depression, die Lenden r a u t e. Die dem Kreuzbein entsprechende untere Hälfte dieser Lendenraute bildet nach Waldeyer eine auch ohne stärkere Muskelaktion wahrnehmbare, leicht gewölbte Abflachung, die ebenfalls rautentörmig gestaltet sein kann (Kreuzraute), öfter aber auch ein Dreieck mit unterer Spitze bildet (Kreuzbeindreieck). Der obeie Winkel dei Lendenrtiute liegt nach VV aldeyer verschieden hoch, er sclnvankt in seiner Lage vom 12. Brustwirbeldornfortsatz bis zum 3. Lendenwirbeldorn, er Avird markiert durch die Uebergangsstelle aaT- M^ u s c 111 i s a c r o s p i n a 1 e s in ihre Sehnen. Der u nt e r e Winkel der Lendenraute Avird durch das Ziisammentretten der beiden iNates gebildet und entspricht nach Waldeyer dem unteren Ende des 4. oder meist des 5. Kreuzbeinwirbels. Die für die Beiirteiliino- der](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b29011280_0138.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)


