Anleitung zur antiseptischen Wundbehandlung nach der an Prof. Billroth's Klinik gebräuchlichen Methode : für Studierende und Ärzte bearbeitet / von Victor R. v. Hacker.
- Hacker, Victor, Ritter von, 1852-
- Date:
- 1883
Licence: Public Domain Mark
Credit: Anleitung zur antiseptischen Wundbehandlung nach der an Prof. Billroth's Klinik gebräuchlichen Methode : für Studierende und Ärzte bearbeitet / von Victor R. v. Hacker. Source: Wellcome Collection.
Provider: This material has been provided by The Royal College of Surgeons of England. The original may be consulted at The Royal College of Surgeons of England.
26/45 page 21
![zur Irrio-ation verwendet, ebenso bei Wuiidon in der Nalie des Peritoiiaeiims, um Carbolintoxication zu verineideii. Die 5% Losiiiig*) wird angewendot, iini Wundeii und Geschwiire, in welche schiidliche Stoffe eingedrungen sind, aseptisch zu machen (wozu scliwacliere Losungen niclit aus- reichen) z. B. bei couiplicirten Fracturen mit verschmierten Wunden etc. von vorne herein, um Heilung per primam zu erzielen, aber aucli nachtriiglich beiFieber und Eiterungen, um die Wunde durch die Drains durchzus])ulen, bevor man sich entschliesst, die Nahte zu losen. Ausser den wiissrigen Losungen steht noch in Gebrauch: 10 f, Garbol glycerin; darin liegen die gerade in Ge- brauch stehenden Metallkatheter, Uterussonden etc. (in eigenen Cylind erglasern), die vor dem Gebrauch mit 2' 2% Losung von Carbolsiiure durch resp. abgespiilt werden miissen, da- mit sie nicht reizend wirken. Dasselbe gilt auch flir den Silberdraht, die I'latten und Korner, die immer, und die stumpfen Laparotomie-lnstrumente: Klemmen etc., die nur 12 Stunden vor der Operation in Carbolglycerin liegen. 5% Carbol-glycerin- oder -Vaselin zum Bef'eucli- ten der Finger bei Untersuchungen in der Scheide und ini Rectum. Jodoform. Das an der Klinik geV)rauchte Praeparat (Jodof. german. puriss.) wird in pulverisirtem Zustande (pulv. alkoholisat.) bezogen. Es findet Anwendung: 1) als Pnlver**;, selbst auf die Wunden f'ein aufgestiiubt, uberall dort, wo man die .lodoforni^aze nicht anbringen kann, wie am Gaumen, im Rachen una dergl. oder wo man niehr Jodoform mit der Wunde in Beriihrung bringen will, wie nach Auskratzungen etc. 2) bei der Bereitung der. gewohnlich verwendeten, liydrophilen, und der, in der Mundhohle verwendeten, kleben- den Jo do form gaze (S. diese). 3) als Jodoformglycerin, mit Glycerin gemengt und *) Statt dieser kam in letzter Zeit mchrfach das von Kocher enipfohlene Chlorzink in 0,2% Losung mit giinstigem Erfolge in Ver- wendung. ^^^ ) Zum Aufstauben gcvinger Mengen von .Jodoform auf die Wunden wird der von Dr. Wolfer angegebene von J. Leiter in Wien verfertigte Jodoformzerstiiuber verwendet.](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b22296475_0027.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)


