Über Augenerkrankungen sexuellen Ursprunges ber Frauen / von Emil Berger und Robert Loewy ; übersetzt von Beatrice Rossbach.
- Emile Berger
- Date:
- 1906
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Credit: Über Augenerkrankungen sexuellen Ursprunges ber Frauen / von Emil Berger und Robert Loewy ; übersetzt von Beatrice Rossbach. Source: Wellcome Collection.
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![Culbertson ' Silex Heilungen 17<^/o 29^/0 Besserung der Sehschärfe 58% 47 ^/o Amaurose oder hochgradige Herabsetzung der Sehschärfe 25 ^/o 24 Vo. Schwere Sehstörungen werden durch Sehnervenatrophie, Netzhaut- ablösung oder schwere Veränderungen der Gewebe in der Aderhaut und der Netzhaut, welche im Gefolge der Retinitis albuminurica bei Schwangeren vorkommen, hervorgerufen. Manchmal tritt eine beträchtliche Besserung des Sehvermögens auf, wenngleich die Sehnervenpapille bei der ophthalmoskopischen Untersuchung die Erscheinungen einer Atrophie darbietet. So fand Foerster in einem derartigen Falle eine Sehschärfe von — Vs; es w^ar jedoch in diesem Falle nur ein sehr kleines Gesichtsfeld erhalten. Brecht (258) beobachtete in einem Falle selbst eine normale Seh- schärfe, wo eine partielle temporale Sehnervenatrophie mit dem Augen- spiegel nachgewiesen wurde. Das Weiterbestehen eines grossen peri2)heren Skotomes wurde bis- her nur in einem Falle von Cirincione angegeben. Die Prognose für das Sehen ist ungünstiger, falls bereits bei früheren Schwangerschaften eine Retinitis albuminurica aufgetreten war. S. Cohn gibt an, dass in diesen Fällen immer Erblindung eintritt. Es sind auch Fälle bekannt, in welchen bei jeder neuen Schwanger- schaft eine Nierenaffektion auftrat, welche stets an Schwere zunahm, ohne dass auch immer eine Retinitis albuminurica entstanden wäre. So berichtet z, B. Axenfeld (260) über einen Fall, wo Retinitis albumi- nurica bei einer Schwangeren mit normaler Sehschärfe ausheilte und die nächste Schwangerschaft mit verschiedenen Erscheinungen von Nieren- insuffizienz verlief, ohne dass wieder Retinitis albuminurica aufgetreten wäre. Auch Fälle, w^o spätere Schwangerschaften gar keine Komplika- tionen aufweisen, sind bekannt. So berichtet AIt (259) von einer Frau, bei der nach der vierten Schwangerschaft, während welcher Retinitis albu- minurica aufgetreten war, die Sehschärfe auf ^/s gesunken war. Die nächste Schwangerschaft verlief, ohne dass Komplikationen aufgetreten wären. Die Fortdauer von Albuminurie nach der Entbindung ist im all- gemeinen für das Sehvermögen, ja selbst auch für das Leben der Patientin von ungünstiger Prognose; der Tod erfolgt im Durchschnitt in diesen Fällen im Verlaufe von zwei Jahren (Groenouw 1 [25] S. III); aber ganz ausnahmsweise kann Jahre lang die Albuminurie nach der Schwanger- schaft weiter bestehen, ohne dass dabei das Sehvermögen weiter leiden würde. (Silex).](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b21286942_0117.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)
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