Beiträge zur Histologie der Rinde des grossen Gehirns : Inaugural-Dissertation, welche mit Bewilligung der Hochverordneten Medicinischen Facultät an der Kaiserlichen Universität zu Dorpat zur Erlangung des Doctorgrades öffentlich vertheidigen wird / Edmund Stephany.
- Stephany, Edmund.
- Date:
- 1860
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Credit: Beiträge zur Histologie der Rinde des grossen Gehirns : Inaugural-Dissertation, welche mit Bewilligung der Hochverordneten Medicinischen Facultät an der Kaiserlichen Universität zu Dorpat zur Erlangung des Doctorgrades öffentlich vertheidigen wird / Edmund Stephany. Source: Wellcome Collection.
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![]cn an manchen Stellen Unterbrechungen zeigen. Die Fortsätze verschmälern sich allmälig mit der Entfernung von der Zelle. Ein Theil der Ausläufer, von denen manche, selbst in ihrem Beginne, kaum breiter erschei- nen als die Fäden des Netzes, hängt mit diesen ohne vorher stattgehabte Theilung zusammen; andere Ausläu- fer gehen, in zwei Aeste^zerfallend, vermittelst dieser so- fort Verbindungen ein mit dem netzförmigen Gewebe. Die längeren und breiteren Ausläufer dagegen verbinden sich durch wiederholte seitliche Faserabgabe mit den Fä- den des Netzes, bis sie, durch das Abgehen der Zweige allmälig schmäler werdend, in ihren Endästen das Kali- ber der Fäden des Netzes erreicht haben; dann lässt sich eine Fortsetzung der bisherigen Richtung nicht weiter verfolgen, sondern es werden die Endausläufer direct zu Fäden des Netzwerkes. Dichotomische Theilung der Zel- lenausläufer ist die häufigere, es wird aber auch ein Zer- fallen in eine grössere Anzahl von Endästen beobachtet. Die Verzweigungen der Ausläufer hängen sowol mit den Fäden des Netzes zusammen alsauch unter einander. Direcle Verbindungen zweier glänzender Zellen durch ihre Aus- läufer wurden zu wiederholten Malen gesehen. Vom car- minsaureri Ammoniak werden die feinen Fortsätze der glänzenden Zellen ebenso wenig gefärbt, wie die Fäden des Netzes, die breiteren dagegen nehmen rascher und intensiver den FarbstolF auf. Schreitet man nun mit tangentialen Schnitten weiter gegen die Tiefe der Windung vor, so treten neben den glänzenden Zellen, von denen eben des Breiteren gehan- delt worden ist, andere auf und zwar auch zuerst in der Mitte des Schnittes, die sich von den Nervenzellen des corpus Striatum in Nichts unterscheiden. Ich will sie hier „runde Nervenzellen“ nennen und die glänzenden Zellen im Gegensätze zu diesen „eckige“. Die runden Zellen](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b22375363_0026.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)


