Handbuch der Gewebelehre des Menschen : für Aerzte und Studirende / von A. Kölliker.
- Albert von Kölliker
- Date:
- 1852
Licence: Public Domain Mark
Credit: Handbuch der Gewebelehre des Menschen : für Aerzte und Studirende / von A. Kölliker. Source: Wellcome Collection.
642/654
![der Basis der Zähne erster Reihe unmittelbar aus der eben beschriebenen Hahenula sulcata, und bildet anfangs den Boden der erwähnten Spiral- furche. Ihre Dicke beträgt an den meisten Stellen nur 0,001', welcher Durchmesser auch der übrigen häutigen Spirallamelle, nämhch der Zo7ia pectinata eigen ist, und ihre Breite nimmt in demselben Verhältniss gegen die Kuppel der Schnecke hin zu, als die der Hahenula sulcata sich ver- schmälert, so dass sie anfangs nur 0,05', zuletzt 0,1' misst. BezügHch auf den Bau, so bietet dieselbe auf der Seite der Vorhofstreppe wieder Kig. 310. eine besondere Zahl von Erhebungen dar, während sie gegen die Pauken- treppe zu vollkommen glatt und eben ist. Jene sind von innen nach aussen verfolgt folgende: Zuerst kommen die sogenannten schein- ])aren Zähne (Denis appare7its Co7'ä) als eine dichte Reihe länglicher Vorsprünge von 0,08' Länge 0,002' Breite, die durch seichte Furchen von einander getrennt , am äussern Ende leicht sich erheben und dann plötzlich wieder abfallen. Aussen auf diese Gebilde, die in der ersten Schneckenwindung unter den Zähnen der ersten Reihe noch auf der Zona ossea liegen und hier zv*/ischen ihren äussern Enden kleine längliche Lücken (Fig. 309, /) besitzen, in der zweiten und dritten Windung dagegen weiter nach aussen als dieselben sich befinden und mit der untern Fläche nur an die Nerven angrenzen, folgen nun in gleicher Zahl die Zähne der zweiten Reihe [Corti] (n-t), sehr sonderbare Gebilde, von denen die beiliegende Zeichnung eine bessere Vorstellung zu geben vermag als die Beschreibung. Jeder derselben stellt ein von oben nach unten etwas comprimirtes Stäbchen dar und liegt frei und beweglich auf der häutigen Spiralplatte nur mit dem innern Ende an die letztere befestigt, als deren Fortsetzung mithin diese Zähne zu nehmen sind. Genauer angesehen, zeigt ein solcher Zahn 3 Glieder. Das innerste (n-j)) befestigte gleicht einer Fig. 31 0. Vorhoffläche der Lamina spiralis membranacea, 225 mal vergr. Die Buch- staben bedeuten zum Theil dasselbe wie Fig. 309. aa. CyUndrische Erhebungen der Hahenula sulcata, ß. Stelle, wo ein Zahn der ersten Reihe seinen Anfang nahm, y. Löcher zwischen den scheinbaren Zähnen, d\ zurückgeschlagenes vorderes Stück eines Zahnes der 2. Reihe, e. ein solcher in situ ohne seine Epithelialzellen, f. ein solcher nur mit der untersten Epithelialzelle, rj. ein eben solcher mit den 2 untersten Zellen, .9-. Streifen oder leichte Hervorragungen der Zona pectinata, y.. Periost, das die Lamina spiralis befestigt, mit Lücken A. zwischen den Bündeln. Nach Corti,](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b20400962_0648.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)