Der Tod durch Elektricität : eine forensisch-medicinische Studie auf experimenteller Grundlage / von Julius Kratter.
- Kratter Julius, 1848-1926.
- Date:
- 1896
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Credit: Der Tod durch Elektricität : eine forensisch-medicinische Studie auf experimenteller Grundlage / von Julius Kratter. Source: Wellcome Collection.
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No text description is available for this image![1. Ausiialimslos sind die der E r s t i c k u n g zukommenden A11 g e- meinbefundc in meist sehr cliaralctevistiscber Weise vorhanden, wobei es in den Lungen, wie es scheint nicht selten, bis zur Entwicklung eines wirklichen Oedems kommt. 2. Die Befunde im centralen Nervensystem sind in der Regel negativ; nur in einzelnen Fällen bekunden kleine punkt- und streifenförmige Blutaustretungen in den Wandungen des vierten Ventri- kels oder in den Meningen eine mächtige traumatische Einwirkung auf das Grehirn durch den elektrischen Strom. 3. Mitunter ist der Weg, den der elektrische Strom im Körper ge- nommen hat, durch Blutungen bezeichnet, welche sich insbesondere •an den Scheiden der grossen Gefässe und Nerven finden können. 4. Ausnahmslos sind die Eintrittsstellen und wohl auch immer die mitunter mehrfachen Ausgaugsstellen durch Verbrennungen der verschiedensten Grade gekennzeichnet, von denen besonders die ersteren durch ihre Lage und Beschaffenheit die anatomische Diagnose wohl immer sichern und deswegen von grösster Bedeutung sind. 2. Untersuchungen an Thierleichen. Ich habe alle Versuchsthiere, welche bei meinen Versuchen getödtet worden sind, auch obdiiciert. Wiederholt fand die Section unmittelbar nach der Tödtung im lebenswarmen Zustande statt, so dass einigemale selbst noch Bewegungen des Herzens nach der Eröffnung des Thorax beobachtet worden sind. Die Wichtigkeit solcher ergänzender Unter- suchungen an frisch getödteteu Thieren, wo auch die geringste Fäulnis- veränderung in Wegfall kommt, bedarf wohl keiner weiteren Begründung. Ueber die Ergebnisse dieser Thierobductionen will ich gleich im unmittel- baren Anschlüsse an die Eröteruug der Leichenbefunde bei Menschen ^unter Bezugnahme auf die später folgenden wenigen Befunds-Protokolle, deren Mittheilung mir nothwendig erschien, in Kürze berichten. Dieselben sind zweifacher Art, nämlich negativ oder positiv, d. h. es sind entweder nur allgemeine Veränderungen ohne anatomisch nachweis- ])arer Todesursache gefunden worden, oder es waren schwere anatomische Veränderungen von solcher Art vorhanden, welche allerdings geeignet schienen, den Tod zu begründen. Ueber die erste Gruppe ist nur wenig zu sagen. Es handelt sich dabei durchwegs um Befunde, welche ganz mit jenen übereinstimmen, wie wir sie beim Menschen kennen gelernt haben. Abgesehen von den selbst- verständlichen Verbrennungen verschiedener Grade an den Appliea- tionsstellcn, die mitunter am Schädel bis zum Durchbrennen der knöchernen Schädclkapsel in die Tiefe sich erstreckten, fanden sich typische Er- stickungszeichen. In mehreren Fällen waren besonders schön ent- wickelte und sehr zahlreiche subpleurale und subpericardiale, in einem](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b21711070_0071.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)