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Credit: Physiologie des Kindesalters. Source: Wellcome Collection.
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![Bemerkenswert!] ist die geringe Neigung zum Sehschwindel während des Knabenalters. Der intraocnläre Druck ist in dem vollsaftigen Auge des Kindes grösser und nimmt Behonim zweiten Jabrzehnd entschieden ab (Monnik). 67. Refraction und Accommodation des Auges. Jäger, die Einstellung des dioptr. Apparates im mensch], Auge. Wien 1861. — Erismann, Arcb. f. Ophthalm. XVIII. 1. 1871. — Cohn, ebenda XVII. 292. 1871. — Hoffmann, Monatsbl. f. Augenheilk. XI. 269. 1873. Das Auge ist im Zustand der Ruhe des Accomodationsapparates in den ersten Lebenswochen nach Jag er in der Mehrzahl (78°/o) der Fälle für divergente Strahlen, seltener (5°,'o) für parallele, etwas häufiger (17°/o) für convergente Strahlen eingestellt; der normale Refractions- zustand ist demnach die Myopie, dann folgt die Hyperopie und schliess- lich die Emmetropie. Die Myopie der ersten Lebenszeit troz der bloss 16—17 Mm. betragenden Länge der optischen Axe (E. 23) erklärt sich durch die stärkere Wölbung der Linse, deren Abstand von der Nezhaut verhältnissmässig grösser ist, als im Erwachsenen. Dieser Zustand verändert sich aber bald und geht, wie Erismann durch Messungen an mehr als 4000 Petersburger Schulkindern nach- wies, in Hyperopie über, die als der normale Refractionszustand des kindlichen Auges betrachtet werden rnuss. Im Verlauf der späteren Knabenzeit und des Jünglingsalters kann die Hyperopie fortbestehen, doch geht sie in beiden Geschlechtern häufiger in bleibende Emmetropie oder, durch diese, in Myopie über. Hof fmann fand in einer Bürger- schule für das achte Lebensjahr 4°/o, das dreizehnte über 20°/o Myopen; übrigens führten die statistischen Untersuchungen in den Schulen ver- schiedener Städte zu erheblich abweichenden Ergebnissen. Die Erörterung der in beklagenswertber Weise zunehmenden Myopie im späteren Knaben- und im Jünglingsalter, als Folge einseitiger Be- schäftigung mit nahen Gegenständen, gehört der Hygiene an. Auch kann auf die zahlreiche Literatur der Gegenwart über diese Frage hier nicht eingegangen werden. Zur Beseitigung der latenten Hyperopie atropinisirte Cohn die Augen von dritthalbhundert Kindern einer schlesischen Dorfschule und fand dieselben im Zustande der erzielten Lähmung der Accommodations- musculatur ohne Ausnahme hyperopisch. Die Emmetropie des Kindes ist demnach nur eine scheinbare; dem Augenbau nach ist dasselbe hy- peropisch. D o n d e r s hat die mit zunehmendem Alter abnehmende Accorno- dationsbreite nachgewiesen. Während der Nahpunkt emmetropischer Erwachsener 43/4—5 Zoll vom Auge absteht, betragen die mittleren Abstände desselben im löten und lOten Lebensjahre 3,16 und 2,66 Zoll.](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b21204913_0159.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)
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